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Mönchengladbach
Drei aggressive Altstadt-Besucher traten und bedrohten 35-Jährigen

Mönchengladbach. Nach einem Besuch der Gladbacher Altstadt wurden Anfang Januar 2015 drei junge Männer am Kapuzinerplatz von einem 35-jährigen Mann, der von seiner Tochter, deren Freund und einem Bekannten begleitet wurde, angepöbelt. Beide Gruppen gerieten in Streit. Gestern musste sich das Trio (19, 23 und 20 Jahre alt) unter anderem wegen Körperverletzung vor dem Jugendrichter verantworten. Der 21 Jahre alte Student gab im Gerichtssaal zu, dem 35 Jahre alten Mann, der ihn angepöbelt habe, einen Faustschlag versetzt zu haben. "Dann liefen wir weg, weil wir eigentlich nach Hause und keinen Streit wollten", verteidigten sich die Angeklagten. Von Ingrid Krüger

Damit war die Geschichte nicht zu Ende. Die Altstadtbesucher verfolgten sich gegenseitig. Für den 35-Jährigen endete die Flucht mit einer schmerzhaften Verletzung. Er stürzte von der letzten Stufe einer Treppe und erlitt einen doppelten Kieferbruch. Dabei soll einer der Angeklagten, ein 19-jähriger Schüler, den Verletzten getreten haben. Doch keiner will das gemacht haben. Der 35-jährige Kaufmann, der damals 1,8 Promille im Blut hatte, konnte nichts zur Aufklärung beitragen. "Ich war ohnmächtig, bin erst im Krankenhaus aufgewacht. Ich kann mich an nichts erinnern. Die Angeklagten sehe ich heute zum ersten Mal". Der Sturz des Mannes war damals von drei Männern, die im Auto saßen, beobachtet worden. Sie näherten sich der Unfallstelle und wollten offenbar helfen. Doch die Angeklagten bekamen Angst. Der 19-Jährige drohte mit einem Messer und rief: "Verpiss dich! Ich hab' ein Messer, ich stech dich ab". Doch das half dem Trio nichts. Autofahrer holten die Polizei.

Der Tritt auf den 35-Jährigen war dem Trio am Ende nicht zu beweisen. Keiner hatte so etwas gesehen, weder Angeklagte noch Zeugen. Dem 23-Jährigen brachte das einen Freispruch mangels Beweises ein. Den 20-Jährigen verwarnte das Gericht, weil er im Streit mit einem Faustschlag reagiert hatte und verurteilte ihn zu 40 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Wegen Bedrohung wurde der 19-Jährige verwarnt und muss 30 Stunden arbeiten.

Quelle: RP
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