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Mönchengladbach
Drei Experten klären über Arthrose auf

Mönchengladbach: Drei Experten klären über Arthrose auf
Die Arthrose ist laut der Deutschen Rheuma-Liga die häufigste Gelenkkrankheit, mehr als fünf Millionen Deutsche sind davon betroffen. FOTO: dpa-tmn
Mönchengladbach. Die häufigste Gelenkkrankheit überhaupt ist am kommenden Donnerstag das Thema beim RP-Ratgeber Gesundheit im St. Franziskus. Von Natascha Plankermann

Gelenke halten nicht immer ein Leben lang - mit der Zeit können die Knorpelschichten verschleißen, die wie Stoßdämpfer ein sanftes Gleiten möglich machen. So entstehen oft höllische Schmerzen, erst gelegentlich und später vielfach stärker. Eine solche Arthrose ist laut der Deutschen Rheuma-Liga die häufigste Gelenkkrankheit überhaupt, sie zählt zu den rheumatischen Erkrankungen, und mehr als fünf Millionen Deutsche sind davon betroffen. Wie entsteht eine Arthrose und was kann man - unterstützt von Experten - dagegen tun? Welche Möglichkeiten eröffnen Medikamente und was kann eine Operation leisten? Wie stark darf das neue Gelenk anschließend belastet werden? Diese und viele weitere Fragen beantworten drei Spezialisten beim RP-Ratgeber Gesundheit in Zusammenarbeit mit den Kliniken Maria Hilf Mönchengladbach am Donnerstag, 22. September, von 18 bis 20 Uhr im Krankenhaus St. Franziskus, Viersener Straße 450, Gebäude C.

Wie es zum Verschleiß der Knorpel kommt und in welchen Stadien sie verläuft, das ist das Thema von Dr. Falk Urselmann, Spezialist für arthroskopische Operationen und Arzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Er wird in seinem Vortrag unter anderem auf Ursachen wie eine Fehlstellung der Beine eingehen und erklären, was eine Instabilität innerhalb des Körpers für die Entwicklung von Arthrose bedeutet. Dabei geht es ebenso um entzündliche Gelenkerkrankungen sowie um Verletzungen durch Unfälle und die Möglichkeiten, diese zu behandeln. "So lässt sich etwa ein Kreuzband mithilfe körpereigener Sehnen rekonstruieren", erklärt der Spezialist.

Die Schmerztherapie und ihre Chancen wird Ahmet Ercan, Experte für Endoprothetik und Arzt für Orthopädie, Unfallchirurgie sowie spezielle orthopädische Chirurgie erläutern. Nicht nur Medikamente können hier helfen, sondern auch Krankengymnastik oder das Spritzen von Wirkstoffen wie Hyaluronsäure bzw. so genanntem Autologem Conditioniertem Plasma (ACP), das aus aufbereitetem körpereignem Blut gewonnen wird. Ercan wird auch auf die Möglichkeiten von Hilfsmitteln eingehen, die den Druck innerhalb eines belasteten Kniegelenks vermindern können.

Im Anschluss daran wird Dr. Joachim Rödig, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, die chirurgischen Lösungsmöglichkeiten und den richtigen Operationszeitpunkt vorstellen. Dabei gibt es zum Beispiel für die Schulter drei verschiedene Herangehensweisen, Verletzungen oder Knorpelverschleiß zu behandeln - zum Beispiel, indem der Gelenkkopf mit einer Kappe überzogen wird.

"Beim Kniegelenk finden wir individuelle Lösungen - eine von ihnen kann in manchen Fällen auch eine Teilprothese sein", sagt Rödig. Er wird darüber hinaus die neuen, kleineren Hüftimplantate vorstellen, die auf unterschiedliche Weise innerhalb des Körpers befestigt werden und teils selbst einwachsen können. "Wir bemühen uns darum, dass die Patienten schnell wieder auf die Beine kommen - so dass sie nur ein bis zwei Wochen anstatt wie früher drei bis vier Wochen im Krankenhaus zubringen", sagt Rödig. Im Anschluss an die Referate der Experten hat das Publikum die Möglichkeit, Fragen in einer moderierten Runde zu stellen.

Termin Die Veranstaltung der Rheinischen Post in Kooperation mit den Kliniken Maria Hilf am 22. September von 18 bis 20 Uhr moderiert Natascha Plankermann. Der Eintritt ist frei.

Quelle: RP
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