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Rührende Geschichte aus Mönchengladbach
Dreijähriger trifft seine großen Helden

Rührende Geschichte aus Mönchengladbach: Dreijähriger trifft seine großen Helden
Der kleine Jurij mit seinem Drehleiter-Fahrzeug. FOTO: JuVa
Mönchengladbach. Ein Missgeschick hat dem kleinen Jurij Glück gebracht. Als die Autoschlüssel seiner Tante in einen Gully fielen, erinnerten sich alle an ein Kinderbuch des Jungen. Darin stand, dass in solchen Fällen die Feuerwehr helfen könnte. Und das tat sie. Von Gabi Peters

Jurij ist drei Jahre, wohnt in Schrievers und seine Helden tragen blaue Uniformen und fahre rote Autos. Feuerwehrleute und ihr Equipment sind für den kleinen Knirps "der Hit", wie seine Mutter sagt. Jurij hat zu Hause Feuerwehr-Spielzeugautos, eine kleine Warnweste und Feuerwehrkinderbücher. Und natürlich möchte der Dreijährige später einmal Feuerwehrmann werden. Seit vergangenen Donnerstag erst recht. Da war eigentlich "Oma-Tag". Die Tante aus Köln war mit ihrem kleinen Sohn nach Mönchengladbach gekommen, um Jurij abzuholen und bei der Großmutter abzusetzen.

Doch dann sollte alles ganz anders kommen. Statt "Oma-Tag" gab es das ganz große Kino für Jurij und seinen Cousin. Der ist zwei Jahre alt und auch Feuerwehr-Fan. Als die Tante aus Köln aus ihrem Auto stieg, fiel ihr der Autoschlüssel aus der Hand. Und der plumpste ausgerechnet in einen Gully und verschwand im Schacht. Was tun? Die Familie erinnerte sich an ein Feuerwehrkinderbuch von Jurij, in dem stand, dass in solchen Fällen die Feuerwehr helfen könnte. "Wir haben dann in der Leitstelle angerufen, und tatsächlich haben sie gesagt, dass sie zu uns rausfahren würden", erzählt Jurijs Mutter. Als wenig später ein Kleineinsatzfahrzeug aus dem Technik- und Logistikzentrum in Holt vor dem Haus hielt, hatte der Dreijährige sich schon vorbereitet. "Schon als wir mit der Feuerwehr telefonierten, ist er nach oben geflitzt. Als sie eintraf, stand er in seiner kleinen Warnweste und mit seinem Fahrradhelm schon parat", berichtet die Mutter lachend. Jurij wollte seinen Helden ähnlich sehen.

Die Feuerwehrleute machten sich gleich an die Arbeit. Ihnen gelang es, den Inhalt des Gullys abzusaugen und mit Hilfe eines provisorisch gebauten Keschers den Schlüssel zu bergen. Das dauerte ein wenig - zur Freude des Dreijährigen. Der aufgeweckte kleine Junge nutzte nämlich die Zeit, um seine Idole auszufragen. "Er wollte alles Mögliche über die verschiedenen Feuerwehrfahrzeuge wissen", sagt seine Mutter. Die Einsatzkräfte seien sehr freundlich gewesen und hätten alle Fragen des Kleinen geduldig beantwortet. "Selbst wir Erwachsenen haben viel gelernt. Wir wissen jetzt auch, was die Unterschiede zwischen Löschgruppenfahrzeuge, Tanklöschfahrzeuge und Einsatzleitwagen sind", berichtet die Mutter.

Wenn Jurij die Feuerwehrleute gerade einmal nicht mit Fragen löcherte, saß er mit seinem Cousin auf einem Mäuerchen, auf dem die Mama extra Sitzkissen für die zwei Jungs gelegt hatte, und schaute gebannt auf das, was er später einmal beruflich machen möchte. "Für Jurrij war das alles super", sagt die Mutter. Auch die restliche Familie war glücklich. Die Tante konnte so mit ihrem kleinen Sohn wieder mit dem Auto nach Köln zurückkehren. Die Schwester, Jurijs Mutter, hätte sie nicht fahren können. Sie hat vor zwei Wochen einen zweiten Sohn bekommen.

Quelle: RP
 
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