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Mönchengladbach
Eat and Chill: Kulturküche macht ein Fest in der Altstadt für alle Nachbarn

Mönchengladbach. Ein lauer Sommerabend. Die Tische am Grünewaldplatz vor der Kulturküche füllen sich mit Besuchern. Es herrscht reges Treiben. Viele versammeln sich um die Stehtische oder platzieren sich an einem der Tische unter den großen Platanen. Aus den Lautsprechern sind leichte, sommerliche Rhythmen zu hören. Eat an Chill heißt das Event, zu dem die Betreiber der Kulturküche, die Initiative Altstadt und viele andere kreative Nachbarn eingeladen haben. Von Eva Baches

"Wir wollten den Platz noch einmal beleben. Die untere Waldhausener Straße ist oft negativ belegt. Wir möchten das Viertel einmal anders darstellen", betont Lara Valesamides von der Kulturküche. Im Juni 2013 wurde die Einrichtung von der gemeinnützigen Intres gGmbH ins Leben gerufen mit dem Ziel, soziale Arbeit, Kultur und die junge Kreativ-Wirtschaft zusammenzuführen. Dies scheint auch zu funktionieren. "Wir möchten Netzwerk-orientiert arbeiten und unsere Arbeit nachhaltig aufbauen. Alle die mithelfen und viele, die heute gekommen sind, sind Freunde", sagt sie.

Das merkt man auch. So haben sich zum Beispiel die Venyl Garage und Tante Leni, Gladbachs erster Laden, in dem man Produkte ohne Verpackung bekommt, auf der unteren Waldhausener Straße angesiedelt und sind an diesem Abend mit dabei. Sie unterstützen die Initiatoren - musikalisch wie kulinarisch. Im Café der Kulturküche bietet Tante Leni leckeren veganen Kartoffelsalat an. "Wir verkaufen in unserem Laden nur Ware, die sich hält wie Gewürze oder Waschmittel", erklärt Lars Lange. Einen Stand weiter, gibt es orientalische Röllchen vom Verein Glückskonzept. "Wir kochen leichte vegane und vegetarische Gerichte", sagt Isabell Friedrichs. Glückskonzept ist ein Ableger des Vereins Waldhausen 42. Auch der DJ stammt aus dem benachbarten Projekt 42.

Grillfreunde kommen ebenfalls nicht zu kurz. Norbert Kamps und Stephan Rüland von der Initiative Altstadt verbreiten mit ihren Würstchen einen leckeren Grillgeruch. "Die Kulturküche ist ein alternatives Projekt und trägt dazu bei, die Altstadt auch am Tag attraktiv zu machen und will genau wie die Initiative Altstadt, das Zusammenleben von Gastronomie und Anwohner fördern", erklärt Stephan Rüland.

Es herrscht eine familiäre und jugendliche Atmosphäre. Viele alternative und junge Menschen mit Kindern sind gekommen. Es ist spürbar, dass sich etwas in der Altstadt getan hat und weiterhin tut. Hans Schürings kennt das Projekt und freut sich über den Erfolg: "Solche Projekte braucht Mönchengladbach dringend. Ich wünsche mir mehr Investoren, die ihre Immobilien in der Altstadt zur Verfügung stellen und Kreative unterstützen und fördern."

Quelle: RP
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