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Mönchengladbach
Edmund-Erlemann-Platz wird morgen gewidmet

Mönchengladbach. Er war Pfarrer, Regionaldekan und Mitbegründer des Volksvereins. Er war einer, der sich für die Armen und Schwachen einsetzte, sich auch schon mal mit der Kirche anlegte - ein sanfter Revolutionär. Für viele Mönchengladbacher war Edmund Erlemann einfach "der Eddi". Am 4. November vergangenen Jahres ist der beliebte Geistliche, der nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Priesteramt im TaK - Treffpunkt am Kapellchen, in der Begegnungsstätte für die "kleinen Leute", seine neue Familie fand, gestorben. Unter riesiger Anteilnahme wurde er am 11. November 2015 in einer würdigen Trauerfeier im Münster verabschiedet und in der Gruft der Brandtskapelle beigesetzt. Von Inge Schnettler

Ab morgen wird der Platz zwischen der Citykirche und dem Alten Markt offiziell Edmund-Erlemann-Platz heißen. Das hatte der Stadtrat einstimmig beschlossen, jetzt steht die Widmung mit Enthüllung des Straßenschildes an. Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, Johannes Eschweiler, Vorsitzender der Stiftung Volksverein, und Propst Peter Blätter halten ab 11 Uhr Ansprachen. Anschließend wird in der Citykirche die Ausstellung "50 Jahre priesterliches Leben von Edmund Erlemann" eröffnet.

Auf acht Tafeln werden Stationen des Lebens von Eddi Erlemann gezeigt. Veronika Beck, die sich seit vielen Jahren in der Gemeinde ehrenamtlich engagiert, hat die Erinnerungen zusammengetragen - Texte, Fotos, Zeitungsausschnitte und mehr. Sie stammen aus ihrer eigenen Sammlung, aus Archiven und von Wegbegleitern Erlemanns. "Ich habe die Tafeln thematisch geordnet", sagt sie. Es sind Zeugnisse persönlicher Art, und es wird seine Arbeit in den verschiedenen Bereichen gezeigt - die Zeit als Regionaldekan, in der Kinder- und Jugendarbeit, im Volksverein, im TaK und mehr. Die Tafeln sind bis zum 15. Oktober zu sehen.

Um 12 Uhr beginnt die "Musik zur Marktzeit" in der Citykirche mit Felix Brucklacher (Klarinette) und Klaus Paulsen (Orgel). Das Programm wird mit Werken von Mozart, Saint-Saens, Poulenc, Schumann und anderen gestaltet. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Quelle: RP
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