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Mönchengladbach
Ehemalige informieren am Maria-Lenssen-Berufskolleg

Mönchengladbach. Drei Jahre besuchen die Schüler in der Ausbildung zum Bekleidungstechnischen Assistenten das Maria-Lenssen-Berufskolleg. Die Bekleidungstechniker zwei Jahre. Dann müssen die Schüler eine Wahl treffen: Studium oder Unternehmen? Die Berufsbörse "Job-Vision", die alle zwei Jahre am Rheydter Berufskolleg veranstaltet wird, soll auf diese Frage eine Antwort geben. "Wir wurden immer wieder gefragt: ,Was kann ich nach der Schule machen?' So sind wir auf die Idee gekommen", sagt Christiane Postler, Leiterin der Abteilung Mode. Von Eva Baches

Das Besondere: Die nötigen Informationen kommen nicht von den Lehrern, sondern von Ehemaligen, wie zum Beispiel von Sina Scharfenort. Sie ist Produkt-Developer beim 2009 gegründeten Unternehmen "tigha" und erzählt im Vortrag von ihrem Werdegang. "Ich bin für die Überprüfung der Produkte, die Verarbeitung der Passform, die Organisation der Anproben oder die Produktionsunterlagen verantwortlich", erklärt sie.

Auch Alicia Klamm hat das Berufskolleg in Rheydt besucht. "Nach meiner Ausbildung habe ich Modedesign Management in Hamburg studiert und ein Praktikum in New York gemacht", erzählt sie. Aktuell gründet sie ihr eigenes Taschenlabel. "Das mache ich auf Grundlage meiner Abschlussarbeit. Ich möchte einen sozialkritischen Umgang mit Leder fördern und eine bessere Wertschöpfungskette forcieren", erklärt sie.

Das Interesse ist groß. Immer wieder kommen Schüler und betrachten die Produktproben. "Wir haben uns gerade einmal umgesehen und geschaut, was es gibt", sagt Janina Steenwijk. Auch Mitschülerin Anna Smets weiß noch nicht genau, was nach der Schule kommt. "Ich möchte mich über die verschiedenen Möglichkeiten informieren", sagt sie. Beide machen eine Ausbildung Bekleidungstechnischen Assistentin.

Alicia Schrey hat sich mit ihren Kameraden im Flur bei Van Laack und Alberto informiert. "Wir haben so viele Informationen zu Praktika bekommen. Mich interessiert das Modemanagement", erzählt sie. Janina Wirth fügt hinzu: "Wir müssen in der Mittelstufe ein Praktikum machen. Da ist es toll, wenn man schon Kontakte knüpfen kann."

Alicia Schrey kann sich vorstellen, später einmal keine hippen Designs für den Laufsteg zu kreieren, sondern mit verschiedenen Materialien für das Interieur von Autos zu arbeiten.

Quelle: RP
 
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