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Mönchengladbach
Ehrenamts-Preis für drei Studentinnen

Mönchengladbach: Ehrenamts-Preis für drei Studentinnen
Die Studentinnen Jasmin Könes, Christina Hermann und Michelle Blas e (v. l.) wurden von Frank Seeger-Hupperten, Leiter des Katholischen Hochschulzentrums Lakum in Mönchengladbach, ausgezeichnet. FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. Das Katholische Hochschulzentrum Lakum würdigt die jungen Frauen für ihren Einsatz für das Allgemeinwohl. Von Angela Rietdorf

Weil es einfach Spaß macht. Weil man mit anderen zusammen etwas auf die Beine stellt. Weil man tolle Menschen kennenlernt. Weil die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen Freude macht. Weil es schön ist, Verantwortung zu übernehmen. Die Antworten auf die Frage, warum Studierende sich neben dem zeitaufwendigen und anspruchsvollen Studium noch ehrenamtlich intensiv engagieren, ähneln sich auffallend. Die, die freiwillig viel Zeit investieren, bekommen auch viel zurück. Und einige wurden jetzt auch noch mit einem insgesamt mit 2000 Euro dotierten Preis geehrt: dem Mit-Bedacht-Preis der Katholischen Hochschulzentren Lakum in Krefeld und Mönchengladbach.

Der Preis wurde zum zweiten Mal vergeben. 2016 hatten sich 45 Studierende beworben, in diesem Jahr neun. Drei davon wurden jetzt ausgezeichnet: Jasmin Könes, Michelle Blase und Christina Hermann. "Alle, die sich beworben haben, haben während ihres Studiums mehr als ECTS-Punkte vor Augen", hob Frank Seeger-Hupperten, Leiter von Lakum Mönchengladbach, bei der Preisverleihung hervor. "Sie tun etwas mit Herzblut."

Alle drei Preisträgerinnen eint, dass sie schon lange ehrenamtlich engagiert sind. Jasmin Könes, die im dritten Semester Soziale Arbeit studiert, arbeitet seit vielen Jahren in der Katholischen Studierenden Jugend Rheindahlen mit, besonders bei der Organisation der Ferienfreizeiten. "Erst bin ich selbst mitgefahren, dann bin ich ins Leitungsteam eingetreten, habe Schulungen mitgemacht und organisiere nun mit", sagt die 22-Jährige. Außerdem kümmert sie sich um das Finanzwesen und ist auch auf Bistumsebene aktiv. "Ich stecke viel Zeit rein, aber es ist immer noch ein Hobby", sagt die Studentin.

Michelle Blase, die mit dem zweiten Preis ausgezeichnet wurde, engagiert sich ebenfalls seit Jahren im ehrenamtlichen Bereich: ursprünglich in der Kinder- und Jugendarbeit, heute in Mönchengladbach auch im kulturellen Bereich. "Man begegnet tollen Menschen dabei", sagt die angehende Kulturpädagogin.

Der erste Preis geht an Christina Hermann. Die Studentin der Sozialen Arbeit beeindruckte die Jury mit ihrem intensiven Engagement beim Malteser Hilfsdienst in Neuss. Seit sechzehn Jahren ist die heute 30-Jährige bei den Maltesern aktiv, betreut den Nachwuchs und ist bei den großen jährlichen Aktionen verantwortlich mit dabei. "Sie ist wirklich ein Vorbild", sagt Frank Seeger-Hupperten in seiner Laudatio. "Jeder, der Kinder- und Jugendarbeit macht, weiß, wie schwer es ist, sich Woche für Woche etwas einfallen zu lassen, das die Gruppe anspricht." Doch damit nicht genug: Hermann ist auch noch auf Diözesanebene aktiv. Sie ist Jugendsprecherin der Malteserjugend im Erzbistum Köln. Zwanzig bis dreißig Stunden kostet sie ihr Engagement - pro Woche. Warum tut sie das? "Weil es einfach Spaß macht", erklärt sie. Alle drei Preisträgerinnen bekamen neben Geldpreisen auch einen funkelnden Stein. "Weil Menschen, die sich im Ehrenamt engagieren, Juwelen in unserer Gesellschaft sind", sagt Seeger-Hupperten.

Quelle: RP
 
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