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Mönchengladbach
Eicken feiert sein buntes ökumenisches Fest

Mönchengladbach. Beim 1/4-Fest stand bei gutem Wetter außerdem das 25-jährige Bestehen der ÖJE im Mittelpunkt. Von Nele Elson

"Vielleicht ist das der göttliche Beistand", scherzte Andreas Kreder von der Ökumenischen Jugendarbeit Eicken (ÖJE) über das gute Wetter, das am Sonntagmittag und -nachmittag in Eicken herrschte. Bei Dauerregen hätten die Veranstalter in die Mehrzweckhalle Eicken ausweichen müssen. Doch zum Glück hielt sich das Wetter, anders als bei anderen Veranstaltungen in der Stadt am Wochenende. Zahlreiche Geschäftsleute aus der Fußgängerzone, Schulen, Kitas, Kinder- und Jugendhilfen und weitere, allen voran die ÖJE, beteiligten sich am 1/4-Fest, das mit einer interreligiösen und interkulturellen Eröffnung startetet, die an einen Gottesdienst erinnerte. Aber auch ein Vertreter der Moschee an der Neusser Straße sprach ein paar Worte. Nicht nur Menschen verschiedener Religionen, sondern auch "Zweifler und Querdenker, Suchende und Enttäuschte" waren laut Plakat willkommen. Die Eröffnung wurde musikalisch von einer Band der Freien Evangelischen Gemeinde begleitet. Das Motto "Eicken ist bunt" kam den Veranstaltern in den Sinn, da Eicken "reich an Menschen aus vielen Ländern, Kulturen und Religionen ist", kurz gesagt: "Eicken lebt Ökumene".

Ohne das Engagement der ÖJE wären die Geschäftsleute in Eicken, was die Koordination des 1/4-Festes angeht, aufgeschmissen gewesen, sagte Bernd Müller, Besitzer von "Spiele & Mehr". Die Arbeit der ÖJE, die am Tag des Festes auch ihr 25-jähriges Bestehen feierte, wurde zudem von der "Stiftung für Kinder und Jugendliche in Eicken" gewürdigt. Deren Vorstand Friedhelm Class überreichte Andreas Kreder einen Scheck über 5000 Euro. Rund die Hälfte davon wird an das Job-Café, eine Einrichtung für den Einstieg ins Berufsleben von Jugendlichen, gehen. Aber auch die Arbeit mit Flüchtlingskindern, die die ÖJE seit letztem Jahr betreibt, wird damit unterstützt.

Die Stiftung finanziert sich durch die Zinsen von Stiftungskapital - was bei der aktuellen Zinslage schwierig ist - sowie durch Spenden. "Was bei uns eingeht, geht fast eins zu eins wieder raus. Darauf sind wir stolz", sagt Claas. Was die Finanzierung des Festes angeht, dabei unterstützte ebenfalls die Stiftung. Deshalb erhoben die Veranstalter nur Preise für Materialkosten, so dass das Fest von den Besuchern kostengünstig besucht werden konnte. Eintritt zum Beispiel musste niemand zahlen, das Fest war inhaltlich somit auch nicht auf Kommerz ausgelegt.

Auch der Gedanke, für Jung und Alt gleichermaßen ein Programm anzubieten, spielte eine erhebliche Rolle. "Manche Stadtteile wären froh, so ein Fest zu haben", merkte Müller an. Dass das Ganze einmal mehr so gut funktionierte, liegt auch an dem engen Netzwerk der Veranstalter, das das ganze über in Eicken mit Leben gefüllt wird. Beteiligt waren alleine auf dem Marktplatz 22 Parteien und noch einmal rund 15 weitere in der Fußgängerzone. Das erste Mal fand das 1/4-Fest, dessen Namen eine Anspielung auf das Wort "Viertel" ist, im Jahr 2010 statt.

Quelle: RP
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