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Mönchengladbach
Ein Ball mit viel Musik und Amüsement

Mönchengladbach: Ein Ball mit viel Musik und Amüsement
750 Gäste kamen zum Theaterball. Ihnen wurde eine Menge Kulinarisches und Musikalisches geboten FOTO: Hans-Peter Reichartz
Mönchengladbach. Der Theaterball stand in diesem Jahr unter dem Motto "Eine Nacht im Rampenlicht". Das von Günter vom Dorp erfundene neue Konzept kam gut an. 750 Gäste tanzten bis nach Mitternacht. Beim Catering, das von außerhalb kam, gab es allerdings Schwächen. Von Christian Oscar Gazsi Laki

Das Motto sei allgemeiner, fördere den Ballcharakter, das Festliche, sagte die PR-Referentin des Theaters vor Beginn des Balls. "Wir haben uns mit Günter vom Dorp jemanden mit ins Boot geholt, der sich mit seiner Konzeptidee eingebracht hat." Dabei dürften dem ballfreudigen Publikum sowohl kleinere, sehr gelungene Änderungen genauso ins Auge gefallen sein, wie Neuerungen größeren Formats.

So beschrieb vom Dorp das veränderte Konzept hinter dem Ball: "Ein Ball - selbst der Wiener Opernball - hat im Laufe der Jahre so einige Elemente, die man aus Tradition beibehält. Aber wenn man heute beginnen würde, würde man vielleicht einen anderen Ansatz suchen. Wir haben uns gesagt, der Ball ist schlüssig, der hat alles, was ein guter Ball braucht. Aber wir wollten einen anderen Schwung reinbringen." Die auffälligste Änderung: "Es gibt jetzt ein sehr umfangreiches Flying-Buffet."

Dazu gab es allerdings ein geteiltes Echo, vor allem bei Gästen mit Gold-Tickets (hier waren Getränke und Speisen bis 20 Uhr inklusive). "Das Konzept ist vom Grundsatz her okay, wir haben das meiste nur eben nicht bekommen. Wir sitzen ja nicht gerade im Randbereich", sagte Erika Staege. Theaterball-Gast Manfred Riedel war am Ende des Abends von dem Nutzen seiner Goldkarte nicht überzeugt: "Wir waren mit der Organisation nicht so zufrieden." Es gab zu wenig zu essen, oder es kam bei vielen nicht an. Zudem trübten erneut grundsätzliche organisatorische Probleme beim Catering die festliche Stimmung.

Ansonsten überzeugte das Konzept mit viel Esprit - etwa durch die Dekoration und vor allem die stimmungsvolle Ausgestaltung des Konzertsaales mit Tischen auf der Bühne und einer Bühneninsel auf der Längsseite. Der Saal glänzte in bester Ballatmosphäre. Aber auch das Foyer war trefflich arrangiert. Neben Änderungen im Ablauf, insbesondere für Gold- und Silberkarten-Besitzer, die sich zu einem Get-Together im Foyer und dem Theatercafé Linol einfanden, gab es Bewährtes in teilweise neuen Gewand. Der Ball überraschte mit einem fulminanten Auftritt von Tom Gaebel und seinem Orchester in der Mitternachtsshow. Ein Highlight.

Auch für Generalintendant Michael Grosse. "Wir arbeiten zum ersten Mal mit einem externen Stargast. Er kommt offenbar gut an", sagte er. "Wir sind froh, dass trotz Karneval immerhin 750 Leute im Haus sind. Das ist eine ganze Menge." Das Haus betreibe einen unglaublichen Aufwand für diesen einen Abend. "Es ist eine Tradition, und die versuchen wir, am Leben zu halten, auch mit Hilfe der Sponsoren, die das finanziell ermöglichen." Günter vom Dorp wurde zudem auf Wunsch der Sponsoren ins Boot geholt, verriet der Generalintendant: "Wir haben uns da gerne anregen lassen."

Bewährtes, wie die Eröffnung mit den Sinfonikern und operettensüßen Auftritten von Mitgliedern des Opernensembles und des Opernstudios unter der Leitung von Andreas Fellner im Theatersaal sorgten für hochkarätige Einstimmung.

Nach dem Eröffnungstanz zur Musik der Niederrheinischen Sinfoniker schilderten einige Ballgäste ihre ersten Eindrücke. "Das hat mir sehr gut gefallen. Ich war schon mal vor vier Jahren hier", sagte Jane Tatsch. Sie war zusammen mit Rainer Stroepen auf dem Ball. Für ihn war ganz klar: "Die Atmosphäre ist super-schön. Und vor allen Dingen ist alles nicht um zwölf Uhr zu Ende, im Gegenteil, dann geht es erst richtig los." Auch Ingrid Quack schwärmte: "Der Theaterball ist ein wunderschönes Ereignis. Wir waren schon ein paarmal hier. Der Ball muss erhalten bleiben!" Claudia Schroeder war ebenfalls hellauf begeistert: "Es ist sehr schön hier, stilvoll und mit viel Niveau. Es ist für mich heute eine Premiere."

Zwischendurch gab es eine herrlich-amüsante Revue unter dem Titel "Love and l´amour von der Ritterzeit bis heute" mit Ausschnitten aus dem Monty-Python-Musical "Spamalot" und aus dem Ein-Personen-Stück "Warum Heinz mit Erhardt lacht" mit Michael Ophelders. Intermezzi in Konzertsaal mit dem Ballettensemble rund um das Thema "Café Paris" waren weitere Highlights. Für Tanzmusik sorgten Nightschift & die Cologne Voices im Konzertsaal und die Glory Nights im Marmorfoyer. Später übernahm hier DJ Alex "K" die Stafette und sorgte für chartverdächtige Tanz-Hits bis in die Nacht.

Quelle: RP
 
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