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Mönchengladbach
Ein Café im Zeichen der Inklusion

Mönchengladbach. Die Lebenshilfe lud am Wochenende zum Kennenlernen ein. Von Gözde Macit

Ein Dutzend blaue und weiße Luftballons hängen an der Fassade des Gebäudes der Lebenshilfe. Viele Fußgänger sind überrascht und neugierig. "Mein Frau und ich wohnen hier fast gegenüber und haben uns über die vielen Ballons gewundert. Da wussten wir - es gibt etwas zu feiern", sagt Rolf Bongartz. Christel Krüger, sie wohnt zwei Straßen weiter, fügt hinzu: "Ich habe durch ein Flyer von der Veranstaltung erfahren. Nur leider konnte ich viele Nachbarn nicht zum Vorbeischauen überreden." Die Lebenshilfe hat am Wochenende den Versuch gestartet, ein Inklusionscafé zu gründen. Mit reichlich Kaffee und Kuchen wurden die Besucher am Wochenende empfangen.

"Es soll ein Café für alle werden. Ob klein oder groß, jung oder alt, mit oder ohne Behinderung. Jeder soll sich wohl fühlen und miteinander lachen", sagt Gundula von Nell, Geschäftsführerin der Lebenshilfe. "Heute werden wir schauen wie das Cafe bei den Besuchern ankommt und werden dementsprechend weitere Termine bekanntgeben." Die zwei Lebenshilfe-Mitarbeiterinnen haben ihr Hobby mit ihrem Beruf verbunden und werden von nun an für das Inklusionscafé verschiedene Kuchensorten wie Donauwelle, Apfelstreusel oder Muffins backen. Auch ein monatlich stattfindender Sonntagsbrunch für die ganze Familie ist in Planung.

Damit sich die kleinen Gäste nicht langweilten, wurde sie unter dem Zelt im Garten der Anlage geschminkt. Sophia (10) und ihre Mutter Silke Zimmermann (45) wohnen einige Häuser weiter und hatten sich diesen Termin ganz dick im Familienkalender markiert. "Nachdem wir einen Flyer erhalten haben und meine Tochter davon erfuhr, dass einige Häuser weiter Kinderschminken angeboten wird, wollte sie unbedingt hier hin", erzählt Silke Zimmermann. Im Anschluss präsentierte Sophia stolz die Schmetterlingsmaske. Doch zum Ende des Nachmittags machte ein ganz besonderer Gast ihn für viele unvergesslich. Das Borussia-Maskottchen Jünter besuchte die Gäste und Bewohner, welche eifrig Selfies schossen und Autogramme holten.

Quelle: RP
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