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Mönchengladbach
Ein Comic-Buch aus Gladbach

Mönchengladbach: Ein Comic-Buch aus Gladbach
Johanna Fleischmann (li.) vom Kulturbüro und die Atelierstipendiatin Agnieszka Piksa am Freitagabend bei der Vorstellung des Comic-Buchs "Drift, free drift of winged thought". FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. Atelierstipendiatin Agnieszka Piksa präsentierte jetzt ihre Abschlussarbeit. In einer Auflage von 50 Stück erscheint ein Comic-Buch - mit ebenso einfachen wie eindringlichen Zeichnungen. Von Sigrid Blomen-Radermacher

Unter dem Titel "Drift, free drift of winged thought" konnten die Besucher des Cafés des Museums Abteiberg jetzt den Gedanken und Überlegungen der polnischen Künstlerin Agnieszka Piksa (geboren 1983) folgen. Die Zeichnerin und Collagekünstlerin war die 25. Atelierstipendiatin der Stadt Mönchengladbach, zu dem die Stadt Atelier und Wohnung und die Josef-und-Hilde-Wilberz-Stiftung die Lebenshaltungskosten sowie eine Ausstellung mit Katalog beisteuern. Thomas Hoeps vom Kulturbüro als Gastgeber des Abends hob in seiner Begrüßung die große Bedeutung des Atelierstipendiums für die Stadt und die Kunstszene hervor. Einen besonderen Dank sprach er seinen Mitarbeiterinnen, allen voran Johanna Fleischmann, aus.

Agnieszka Piksa wurde in Warschau geboren und studierte Kunst in Krakau. Ihre internationale Bedeutung zeigt sich unter anderem an der Einladung zur 31. Biennale brasilianischen Sao Paulo im vergangenen Jahr. Piksa zeichnet, fertigt aber auch Collagen aus gefunden Bildfragmenten und Worten an, die nicht unbedingt ihre eigenen sein müssen. Wie in den Welten der Surrealisten entwickeln fremde, einander nicht zugehörige Dinge, Worte, Bilder ein neues Leben.

Zum Abschluss ihres Stipendiums in Mönchengladbach präsentierte Agnieszka Piksa an Stelle einer Ausstellung ihr Comic-Buch mit dem Titel "Drift, free drift of winged thought". Der Titel des Mönchengladbacher Comic-Buches, das in einer Auflage von 50 Stück erscheint, lässt Gedanken erwarten, die sich bewegen, strömen, fließen, sich drehen und wenden.

Und so ist es auch: Es wird keine kontinuierliche Geschichte erzählt, die einen Anfang und ein Ende besitzt. Statt dessen stehen Gedankensplitter nebeneinander, zu denen Texte formuliert wurden, die Agnieszka Piksa auch in diesem Fall "ausgeliehen" hat.

Ihre Art zu zeichnen ist überraschend - ebenso einfach wie eindringlich. Mit wenigen Strichen vermag sie, auch ohne dass der Leser den notierten Text liest, Geschichten dahinter auszulösen. Oft sind die Zeichnungen "unvollendet", unfertig - ohne dabei unvollständig zu sein. Es geht um Geschichten und Ereignisse nicht nur aus Mönchengladbach, sondern auch Ungarn, Rumänien, Russland, Chile und Brasilien, Länder, die Agnieszka Piksa entweder selbst bereiste oder von denen ihre Freunde ihr erzählt haben.

Am 4., 11. und 12. April jeweils von 12 bis 16 Uhr werden das Comic-Buch und eigens angefertigte Zeichnungen im Projektraum EA71 präsentiert.

Quelle: RP
 
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