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Mönchengladbach
Ein Drittel der Günhovener Schützen ist jünger als 25 Jahre

Mönchengladbach. Vorbei an saftig grünen Wiesen und Feldern zog die St. Matthias-Schützenbruderschaft nach Mairichten und Zapfenstreich von Genhülsen zum Schützenball im Günhovener Festzelt. "Der Weg richtet sich nach dem König. Der wird abgeholt, egal, wo er wohnt", erklärte Pressewart Mario Hamacher später den recht langen Marsch vorbei am geschmückten Königshaus in Voosen. Von Angela Wilms-Adrians

Bei Bilderbuchwetter hatten die Züge zur Parade ein buntes Bild abgegeben. Voran die Reiterei, gefolgt von König Walter Dreßen und seinen Ministern Jörg Renner und Christian Respondek. Die Herren der ersten Zylindergruppe Genhülsen - dieses Mal ohne Zylinder, aber in Stresemannhosen mit klassischem Streifendesign zum dunklen Jackett - setzten im gleichmäßigen Takt elegant ihre Spazierstöcke auf. So strahlten sie würdevoll die Seriosität des fünfzigjährigen Bestehens des Schützenzugs aus. Ebenfalls seit einem halben Jahrhundert dabei ist die Marinegruppe Voosen. Angesichts des strahlenden Sonnenscheins wurden die ebenfalls zum Schritttempo geschwungenen Regenschirme der Schützengruppe Mennrath zum witzigen Accessoire. Einige Kinder zogen und schoben als munteres Trüppchen den selbst geschmückten Bollerwagen aus Genhülsen.

Im Zug der 200 Aktiven marschierten auffallend viele junge Schützen mit. "Vielleicht ein Drittel des Zuges ist unter 25 Jahre alt. Wir haben keine Probleme mit der Altersstruktur. Die jungen Leute halten den Laden frisch und treiben voran. Mir gefällt besonders gut, dass hier Jung und Alt so geschlossen zusammenfeiern", stellte Hamacher erfreut fest. Stolz ist er auch, dass so viele aus den eigenen Reihen mitwirken und so die Gemeinschaft zum Gelingen des alljährlichen Schützenfestes beiträgt. Dazu zählt die Vorbereitung des Festhochamtes, bei dem der Quartettverein Genhülsen sang.

Das Festzelt steht Seite an Seite mit der Kirche in Günhoven, und die hat ebenfalls eine besondere Bewandtnis. Sie wurde inzwischen zwar zur Grabeskirche umgewandelt, doch der Chorraum steht für die Schützen immer noch offen. "Da können wir noch ganz normal die Messe feiern. Damit bleibt die Struktur des Ortes erhalten", freut sich Hamacher.

Höhepunkt des Schützenfestes ist für ihn die sonntägliche Parade, wenn die Gäste aus den umliegenden Ortschaften, den eigenen Bestand an Schützen um das mehr als Dreifache aufstocken. Beim Vogelschuss wird am heutigen Montag der neue König ermittelt, bevor einen Tag später das Schützenfest mit dem großen Zapfenstreich in der Grabeskirche und dem Festball endet. Die dem Königshaus zugedachten Spenden werden an den Mittagstisch Rheindahlen weitergeleitet.

Quelle: RP
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