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Mönchengladbach
Ein Jahr lang Abenteuer in aller Welt

Mönchengladbach: Ein Jahr lang Abenteuer in aller Welt
Heimat auf Zeit: Die Dominikanische Republik. Foto: Armin Möller FOTO: Armin Möller
Mönchengladbach. Viele Jugendliche entscheiden sich dazu, eine Zeit lang im Ausland zu verbringen - einige Wochen, ein Semester oder ein ganzes Jahr. Die USA und Neuseeland gehören zu den beliebtesten Reisezielen. Diese drei Gladbacher haben den Sprung ins Abenteuer gewagt. Von Elena Da Silva, Cara Jeschka, Bent Langner, Yannick Reinke

Ein Auslandsaufenthalt bringt viele Vorteile mit sich. Junge Menschen lernen eine neue Sprache, erleben die Kultur des Landes und knüpfen Kontakte. Auch die Selbstständigkeit wird gefördert, Berufschancen werden verbessert. Austausch-Programme erfreuen sich großer Beliebtheit. Im Jahr 2000 beantragten noch 3500 Deutsche ein Working-Holiday-Visa im Ausland, 2014 waren es bereits über 26.500.

Zwar ist die Zahl der Austauschschüler leicht zurückgegangen, dafür gehen immer mehr junge Menschen nach ihrer Schulzeit ins Ausland, erzählt Miriam Lamm von der Organisation Youth for Understanding (YFU). In der heutigen Zeit sei es besonders wichtig für den weiteren Lebensweg, Auslandserfahrungen zu sammeln. Außerdem kann man seine Fremdsprachenkenntnisse vertiefen oder erweitern.

Es gibt verschiedene Varianten des Auslandsaufenthaltes. Zum Beispiel den Schüleraustausch, bei dem man für ein Schuljahr - oder auch nur ein Halbjahr - eine Schule in einem anderen Land besucht und in einer Gastfamilie lebt. Es gibt die Arbeit als Au-pair, bei der man in einer fremden Familie lebt und für sie arbeitet. Ein Auslandssemester im Rahmen des Studiums oder gleich das gesamte Studium im Ausland gibt es genau wie auch "Work and Travel", bei dem man gleichzeitig für mehrere Monate Urlaub macht und nebenher jobbt, um sich seinen Aufenthalt zu finanzieren.

Es gibt die Möglichkeit, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Ausland zu machen und dabei soziale Projekte in aller Welt zu unterstützen. Auch Sprachreisen und Praktika im Ausland, sogenannte Internships, sind möglich.

Die Kosten für derartige Programme sind ganz unterschiedlich. Je nach Organisation und Wunschland belaufen sie sich für ein Jahr im Ausland auf rund 5000 bis 30.000 Euro - der durchschnittliche Preis liegt jedoch bei 6500 Euro. Bei einer professionellen Organisation beinhaltet dies automatisch die Kosten für die Schulgebühren, die - falls sie anfallen - Schulzulassungsgebühren, Bearbeitungs- und Vermittlungsgebühren sowie eventuell eine Aufwandspauschale für die Gastfamilie. Auch andere Kosten wie Flug oder Visum werden von einigen Organisationen getragen, von anderen wiederum nicht.

Hinzu kommt ein monatliches Taschengeld, das in der Regel selbst getragen werden muss. Hilfe bei der Finanzierung kann man durch Stipendien oder Auslands-BAföG erhalten. Das Auslands-BAföG unterscheidet sich vom "normalen" BAföG darin, dass man aufgrund der höheren Kosten im Ausland eher Anspruch darauf erheben kann und es darüber hinaus nicht zurückzahlen muss.

Für die Bearbeitung der Anträge für das Auslands-BAföG sind je nach Zielland unterschiedliche Ämter und Studentenwerke zuständig. Stipendien werden oft von den Organisationen selbst angeboten, aber auch andere Spender finden sich - zum Beispiel Unternehmen, die im Zielland geschäftlich tätig sind.

Quelle: RP
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