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Mönchengladbach
Ein neuer Propst für die Pfarre St. Vitus

Mönchengladbach. Von der Orgelempore tönen die spanischen Trompeten, lauthals singen die Chöre der Pfarre Sankt Vitus. Mehr als 20 Ministranten, Priester, Gemeindereferenten und Vertreter der evangelischen Kirche ziehen mit Weihrauch und Leuchtern ins Münster ein: Mit über 500 Gottesdienstbesuchern hieß die katholische Pfarre Sankt Vitus in einem Festgottesdienst ihren neuen Propst Pfarrer Dr. Peter Blättler willkommen. In einer der letzten Amtshandlungen von Bischof Heinrich Mussinghoff war er mit Wirkung zum 31. Januar solidarisch mit Pater Wolfgang Thomé OFM zum Pfarrer und Probst der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Mönchengladbach-Mitte ernannt worden. Von Lioba Müller

Als Propst folgt er so Pfarrer Dr. Albert Damblon, der im Juli 2014 in Ruhestand ging. Der neue Propst und Pfarrer der GdG Sankt Vitus wurde 1958 in Willich-Anrath geboren. "Der niederrheinische Jung kommt sozusagen nach Hause zurück", freute sich Regionaldekan Ulrich Clancett. Blättler wurde mit 32 Jahren in Aachen zum Priester geweiht. Er wurde Sekretär bei Bischof Dr. Klaus Hemmerle und Bischof Mussinghoff. 2004 übernahm Blättler Regens die Verantwortung für die Priesterausbildung im Bistum Aachen und leitete das neu gegründete Bischof-Hemmerle-Haus.

Als Regens war Blättler bei der Einführung von Kaplan Thomas Porwohl in Gladbach. Nach der Messe nahm Pater Wolfgang ihn beiseite und fragte ihn nach seinen Zukunftsplänen. Auch Eddi Erlemann machte ihm im Oktober Mut zur Entscheidung, nach Mönchengladbach zu kommen.

Ein Dankeschön galt Pater Wolfgang Thomé. Mit großem Engagement übernahm der Franziskanerpater in der Zwischenzeit zusätzlich anfallende Aufgaben, auch in der Verwaltung. "Man konnte die den Franziskanern nachgesagte Flexibilität an dir sehen", bedankte sich Clancett bei seinem Freund und Mitarbeiter: "Wo katholisch draufstand, war irgendwie Pater Wolfgang mit drinnen."

Mit der solidarischen Ernennung zum Pfarrer mit Blättler kann sich Pater Wolfgang über eine Entlastung freuen - auch wenn man ihm die Belastung von außen nicht angesehen hat, wie OB Hans Wilhelm Reiners meinte: "Ich habe von einer Lücke nichts gemerkt." Der neue Propst und Pfarrer appellierte in der Predigt daran, nicht an Schreckengespenster der Gesellschaft zu glauben. Vielmehr solle man Jesus eine Heimat geben, indem man über den Tellerrand schaut und die Ängste anderer erkennt.

Quelle: RP
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