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Mönchengladbach
Ein Schmuckkästchen zum Reinspringen

Mönchengladbach. Die Organisatoren investieren Millionen in das Big Air Freestyle Festival. Von Angela Rietdorf

Die Verantwortlichen des Skiverbandes seien vom Sparkassenpark begeistert gewesen, berichtet August Pollen, Allrounder-Geschäftsführer beim Businessfrühstück der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach. "Es ist perfekt hier, ein Schmuckkästchen zum Reinspringen", gibt er die Reaktionen wieder.

Pollen ist gemeinsam mit Hockeypark-Betreiber Michael Hilgers Veranstalter des Arag-Big-Air Freestyle Festivals, bei dem es um Platzierungen in gleich vier Weltcups einer absoluten Trendsportart geht. Beim Businessfrühstück der WFMG konnten die Teilnehmer der Freestyle-Rampe beim Wachsen zusehen und sich über die Hintergründe des spektakulären Events informieren.

Die Veranstaltung hat Dimensionen, die in Mönchengladbach nicht allzu oft erreicht werden. Die Organisatoren investieren einen sechsstelligen Betrag in die Infrastruktur des Veranstaltungsgeländes und machen insgesamt einen siebenstelligen Betrag für das Event locker. "Wir sind zu zweit, das halbiert das Risiko und die Kosten", stellt Micky Hilgers fest. Der immense Aufwand wird auch nicht nur für ein Jahr getrieben: Der große, neue Hingucker der Stadt soll nicht nur in dieser Saison Extremsportlern eine Bühne bieten. Das Freestyle Festival soll auch in den kommenden Jahren in Mönchengladbach stattfinden.

Beide Partner loben die Zusammenarbeit und bringen ihre Spezialkompetenzen ein - Hilgers als erfolgreicher Konzert-Veranstalter, der die beiden Bands Beginners und Sportfreunde Stiller für das Festival verpflichtet hat, und Pollen als Experte für Wintersport und Betreiber der Skihalle in Neuss. Von der Skihalle aus wird auch der Schnee für die Rampe geliefert. Mit Schnee-Export haben die Neusser Erfahrung. "Wir haben auch schon die Vier-Schanzen-Tournee mit Schnee beliefert", sagt Pollen. Auch Willingen im Sauerland hat bereits von den Neusser Schneelieferungen profitiert.

Das Freestyle Festival ist das erste Open-Air-Event im Winter im Sparkassenpark. Werden noch mehr folgen? "Mit einer Veranstaltung sind wir gut bedient", sagt Hilgers. Aber unter dem Dach ist noch mehr möglich. Ein großes, weißes Chapiteau-Zelt steht jetzt ebenfalls auf dem Gelände und soll für Veranstaltungen genutzt werden - für Silent Night mit Booster zum Beispiel, einen Auftritt von Dieter Nuhr oder eine Karnevalssitzung.

Und weil es immer mehr Veranstaltungen auf dem Gelände gibt, denkt Betreiber Hilgers darüber nach, Stadion und Grundstück von der Entwicklungsgesellschaft Mönchengladbach zu kaufen. "Es macht Sinn, im eigenen Stadion zu investieren", sagt Hilgers. Man könne noch ein weiteres Grundstück im Umfeld zusätzlich erwerben und dann die Büroflächen erweitern. Bei der Stadt gibt man sich aufgeschlossen. "Wir sind in Gesprächen", sagt Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners.

Quelle: RP
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