| 00.00 Uhr

Mönchengladbach
Ein Sommermärchen namens Greta

Impressionen vom Greta-Markt
Impressionen vom Greta-Markt FOTO: Ilgner Detlef
Mönchengladbach. Der Greta-Markt bezauberte mit Flair und der Rekordzahl von 150 Ausstellern am und um den Schillerplatz. Von Angela Wilms-Adrians

Flower-Power rankte die üppig dekorierten Säulen empor, die den symbolischen Eingang zum Greta Markt markierten. Denn der bot unter dem Motto "Love is ... Greta" einen Sommer der Liebe und damit eine gute Dosis Hippie-Atmosphäre. Der Markt hat längst die Grenzen des Schillerplatzes gesprengt und dehnt sich weit in das "Drumherum" aus. 150 Anbieter garantierten ein Rekordangebot von schönen Dingen, die nicht immer unbedingt nützlich, aber doch liebenswert sind. Da gab es upgecycelte Taschen, filigranen Schmuck, ausgefallene Kleidung, Blumen und Kulinarisches.

Erstmals zu Gast waren Martin Grolms und Annika Kuhn, die einen eigenen Kinderbuchverlag gründeten, um ihren Traum von Abenteuergeschichten mit wissenswertem Inhalt zu realisieren. "Den großen Verlagen waren unsere Geschichten zu ungewöhnlich", erzählte Kuhn zu den von ihnen angebotenen Büchern und darauf abgestimmten Produkten. Sylvia Brielmaier verführte die Sinne mit Köstlichkeiten aus ihrer "Kompotterie". Dazu zählten 17 Varianten über einen cremigen Zitronenaufstrich und vegane Curds. Das alles wurde in hübsch anzusehenden Gläsern angeboten und Kostproben gerne gewährt. In eine Welt der Feen und Märchen aber auch Planeten entführten die liebevoll gearbeiteten Schatullen, die Sandy Busshoff mit hübschen, von ihr nachgestickten Stoffen verarbeitet. Buchbinderin Adelheid Sofia Siegeroth aus Jülich bot von Hand gefertigte Boxen und Hüllen an, dekoriert mit Fundbildern aus alten Büchern. "Ich verkaufe die Illusion der Nutzbarkeit", sagte sie mit einem Lächeln.

Bürgermeister Ulrich Elsen schaute hier und da, strahlte glücklich im dichten Gedränge. "Das ist doch toll hier. Schön, dass wir so eine Szene in Mönchengladbach haben", begeisterte er sich. Besucher Giovanni Malficano genoss mit Frau und Kindern die Ruhelandschaft mitten auf dem Schillerplatz, wo sonnengeschützt Decken und Kissen zum Verweilen einluden. "Das ist hier eine wunderbar entspannte Atmosphäre. Die Menschen sind friedlich und sehen so glücklich aus", sagte der junge Vater. Ein Lieblingsplatz vieler Kinder war der Stand des Museumsvereins, wo Traumfänger gebastelt wurden. "Das passt doch zum Hippie-Thema", stellte Geschäftsführer Christian Krausch erfreut über den Andrang fest.

Hier und da gab es Frauen, die sich kleine Blumenkränze ins Haar gesetzt hatten. Hippie-Atmosphäre und Woodstock-Feeling in starker Dosis vibrierten im Margarethengarten, wo der Verein "Waldhaus 12" begleitend zum Markt zum Open-Air-Festival bat. Am Schminktisch von "Kulturkram" konnten sich Jung und Alt in Blumenkinder und Hippie-Rebellen verwandeln lassen. Jacob Matthias lud ein, Samenbomben aus Erde, Lehm und Pflanzensamen zu formen, um "diese in die Welt oder zumindest in den Garten zu bringen". Ein alter Bus mit Sonnendeck assoziierte unweigerlich den Traum von der Tour entlang der Route 66.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Mönchengladbach: Ein Sommermärchen namens Greta


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.