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Mönchengladbach
Einbrecher-Paar auch in Gladbach auf Beutejagd

Mönchengladbach. DNA-Spuren führten zu einem Jüchener, der mit seiner Freundin viele Diebstähle begangen haben soll.

Umfangreiche Ermittlungen der Polizei im Rhein-Kreis Neuss haben die Ermittler auf die Fährte eines Einbrecher-Paares (22 und 34 Jahre alt) aus Jüchen gebracht. Sie sollen für zahlreiche Diebstähle und Einbrüche infrage kommen, eine der Straftaten wurde in Giesenkirchen begangen. Dort soll das Duo im Juni vergangenen Jahres in eine Wohnung eingestiegen sein. Die Polizei konnte bei dem Paar Beutestücke aus Giesenkirchen sicherstellen.

Darüber hinaus soll das Duo am zweiten Juli-Wochenende 2016 in das Jüchener Rathaus eingestiegen sein. Mit einem Pflasterstein hatten die Einbrecher eine Scheibe am Bürgerbüro eingeworfen. Drinnen öffneten die Frau und der Mann mit Gewalt einen Schrank. Ihre Beute bestand aus Schrankschlüsseln und, wie Gemeindesprecher Jürgen Wolf erklärt, mehreren Kassetten mit Geld. Die Polizei sicherte Spuren. Ein Jahr danach scheinen diese Fälle geklärt, auch wenn es noch keine Geständnisse gibt. Aber es gibt eine aufschlussreiche DNA-Spur.

Die Polizei prüft nämlich außerdem, ob das Paar für den Diebstahl eines Opel Mokka im Dezember 2015 in Hilden in Betracht kommt. Dort hatten Täter aus dem Spind eines Spaßbades die Autoschlüssel entwendet. Die Geländelimousine tauchte später, im März 2016, wieder auf. Der Wagen wurde ausgebrannt südlich von Aschaffenburg in Bayern sichergestellt. Dabei wurde auch die DNA-Spur gesichert. Ein DNA-Abgleich mit der Datenbank des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes ergab nun eine Übereinstimmung mit dem der Polizei bereits bekannten 34-Jährigen aus Jüchen. Das Paar befindet sich auf freiem Fuß, laut Polizei liegen keine ausreichenden Haftgründe vor.

Die Jüchener Gemeindeverwaltung ist nach dem Einbruch 2016 aktiv geworden. "Wir haben im Bürgerbüro angewiesen, dass alle Schlüssel in einem zusätzlichen Tresor aufbewahrt werden", berichtet Gemeindesprecher Jürgen Wolf. "Außerdem werden Bargeldkassen in einem Tresor gelagert." Im Rahmen einer Sanierung sei ein Teil der Fenster gegen neue mit höherer Einbruchsschutzklasse ausgetauscht worden, die übrigen würden mit zusätzlichem Einbruchsschutz versehen. Auch Kellerschächte wurden gesichert.

Quelle: RP
 
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