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Mönchengladbach
Einreisende Borussia-Anhänger kontrolliert

Mönchengladbach. Polizei findet Tüte mit Bengalos und Sturmhauben. Trotzdem durften alle Fans in die Schweiz.

Beamte der Bundespolizei und der Schweizer Grenzwache haben gestern vor der Fußballbegegnung zwischen Borussia Mönchengladbach und Young Boys Bern im Stade de Suisse gemeinsam die zahlreich anrollenden Fanbusse aus Mönchengladbach und dem gesamten Bundesgebiet kontrolliert. Über 9000 deutsche Fußballfans wurden an der Grenze erwartet. Neben etwa 40 Reisebussen mit Fan-gruppierungen waren auch zahlreiche Borussia-Anhänger mit Privatfahrzeugen unterwegs.

In zwei Doppeldeckerbussen entdeckte die Polizei insgesamt 49 Männer, die im Zusammenhang mit Fußballspielen bereits als gewalttätig aufgefallen sind. Nach einer genaueren Kontrolle der mitgeführten Gegenstände und Einzelfallüberprüfungen durften jedoch alle ihre Reise nach Bern fortsetzen. In unmittelbarer Nähe der beiden geparkten Busse fanden die Polizisten später eine Tüte mit Bengalos und Sturmhauben zur Vermummung. Die hatte wohl einer der "Fans" vor der Kontrolle entsorgt. Wer es war, konnte jedoch nicht mehr festgestellt werden, Für einen Borussia-Fan drohte gestern das Ende der Fahrt an der Grenze: Bei seiner Überprüfung wurde festgestellt, dass die Justizbehörden in Essen zwei Haftbefehle gegen den jungen Mann erlassen hatten.

Wie die Bundespolizei mitteilte, waren 1900 Euro ersatzweise 190 Tage Haft zu vollstrecken. Der Versuch, das Geld am Geldautomaten aufzutreiben, scheiterte an der Höhe des Betrages. In aller Eile nahm der Mann Kontakt zu einer Filiale seiner Hausbank auf, um doch noch das Geld aufzutreiben. Es klappte. Sonst hätte die Fangruppe das Spiel ohne ihren Kumpel ansehen müssen.

(gap)
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