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Mönchengladbach
Einzigartiges im Kunstbunker

Mönchengladbach: Einzigartiges im Kunstbunker
Edgar Janzen in der Installation von Christoph Platz. Für den FOTO: RPO
Mönchengladbach. Gerd Winters leuchtend-bunte Streifenbilder machen richtig froh. Und legen sich alsbald wie eine schützende Tapete wärmend um den Besucher des Kunstbunkers. FD Schlemme stellt Schlimmes mit unserer Wahrnehmung an. Der Betrachter mag sich ausgiebig die Augen reiben und die Brille putzen, die Gemälde werden nicht schärfer. Die sind so, weil der Künstler es so will. Die 23 Brillen, die Christoph Platz im mittlere Rotunde des Ausstellungsraumes rundum an die Wand gehängt hat, können da auch nicht helfen. Von Inge Schnettler

Der Ausstellungstitel passt

"Einzigartig" heißt die Ausstellung, die gestern Abend im Kunstbunker an der Heinz-Nixdorf-Straße 12 im Nordpark eröffnet wurde. Und in der Tat, der Titel verspricht nicht zu viel. Es macht Spaß, immer und immer wieder das Zentrum des ehemaligen unterirdischen Wasserreservoirs zu umkreisen. Um letztlich immer wieder in der Mitte stehen zu bleiben – und zu staunen. Da steht eine lackschwarze Hose aufrecht im Raum, neben ihr liegt ein ebenso rabenschwarzes Jackett, und über allem schwebt die passende Weste. Von 23 völlig unterschiedlichen Brillengestellen, die aus der Wand herauszuwachsen scheinen, wird das dreiteilige Ensemble beobachtet. Sozusagen mit Argusaugen. Christoph Platz hat seine Arbeit für diesen witzigen Raum zusammengestellt. Sie passt.

Die aktuelle Präsentation im Kunstbunker ist in Kooperation zwischen Edgar Janzen und der Galeristin Anita Engert in Eschweiler entstanden. Weitere gemeinsame Ausstellungen sollen folgen. Die Maler Gerd Winter FD Schlemme und der Bildhauer Christoph Platz werden von der Galerie Art Engert vertreten, sie zeigen zum ersten Mal ihre Arbeiten in Mönchengladbach.

FD Schlemme, der gestern kurz vor der Vernissage aus Berlin anreiste, umkreiste staunend den Ausstellungsraum, der es dem Besucher durch seine ungewöhnliche und einzigartige Form nie ermöglicht, dass er die komplette Präsentation auf einen Blick erfasst. Der Kunstgucker muss sich schon selbst auf den Weg machen und sich die Bilder und Objekte im Gehen und Verharren erarbeiten. Und ganz ehrlich: Es ist jedem zu empfehlen, sich im Nordpark einmal in die Unterwelt vorzuwagen. Das geht bis zum 26. September, jeweils samstags und sonntags von 10 bis 14 Uhr und nach Vereinbarung auch an Werktagen.

Kontakt Tel. 02161 573270

Quelle: RP
 
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