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Mönchengladbach
Elisabeth bekommt ein neues Gesicht

Mönchengladbach: Elisabeth bekommt ein neues Gesicht
So wird das Elisabeth-Krankenhaus ab etwa April 2018 aussehen. Mit dem vor die bestehenden Gebäude gesetzten Neubau schließt das Eli seine Bautätigkeit fürs erste ab. FOTO: Alexander Stütz
Mönchengladbach. Das Krankenhaus wächst und bekommt einen neuen Eingangsbereich. Bis April sollen die Neu- und Umbauten fertig sein. Gebaut wird bei laufendem Betrieb. Die Radiologen setzen sich schon mal Ohrenschützer auf - das hilft. Von Angela Rietdorf

Noch ist alles kahler Beton, ohne Fenster, ohne Türen. Aber dort, wo sich am Mittwoch die Gäste zur Feier des Richtfests versammelten, wird in nicht allzu ferner Zukunft die neue Notaufnahme des Elisabeth-Krankenhauses sein. In den Stockwerken darüber werden sich die neuen Operationssäle und die Intensivstation befinden, noch weiter oben die Einzelzimmer für die Privatpatienten.

Mit dem vor die bestehenden Gebäude gesetzten Neubau schließt das Eli seine Bautätigkeit fürs erste ab. 2009 hatte man eine Bestandsanalyse gemacht und eine Zielplanung in Auftrag gegeben. Daraus folgten der Neubau der Mutter-Kind-Klinik, die Geriatrie und verschiedene Umbaumaßnahmen. Wenn die jetzige Erweiterung des Haupthauses 2018 in Betrieb geht, werden die Städtischen Kliniken 75 Millionen Euro in Gebäude und Medizintechnik investiert haben. 35 Millionen davon fließen in das aktuelle Projekt. Es ist das derzeit größte Bauprojekt in Rheydt.

Das neue Gebäude verleiht dem Eli ein anderes Gesicht. "Facelifting für Elisabeth" nennt es Krankenhauschef Horst Imdahl liebevoll. Der neue Eingangsbereich umfasst unter anderem die Anmeldung sowie eine Kaffeebar und wird eine Natursteinfassade bekommen. "Das Haus öffnet sich so zur Hubertusstraße und wirkt einladend", beschreibt Imdahl die Wirkung. Der Erweiterungsbau gibt dem Krankenhaus die Möglichkeit, die OPs auf den technisch modernsten Stand zu bringen. So ist beispielsweise ein Hybrid-OP geplant, in dem gleichzeitig operiert und geröntgt werden kann - so etwas steht derzeit auf dem Wunschzettel vieler Chirurgen. In den neuen OPs werden sowohl stationäre als auch ambulante Operationen durchgeführt. "Die ambulanten OPs nehmen zu", sagt Imdahl. Am Eli werden jedes Jahr 2500 ambulante Operationen durchgeführt - die Technik erlaubt das, die Patienten wünschen es und die Krankenkassen auch.

Insgesamt kommen 7800 Quadratmeter verteilt auf fünf Geschosse zur Krankenhausfläche hinzu. Weitere 2600 Quadratmeter aus dem Bestand werden umgebaut, und zwar im laufenden Krankenhausbetrieb. "Das ist eine Herausforderung", gibt Architekt Alexander Stütz zu. So wird die alte Eingangshalle in einen Rohbau verwandelt, in dem nur noch Pfeiler und Wände stehen, während nebenan der Röntgenbetrieb weitergeht. "Die betroffenen Radiologen sitzen manchmal mit Ohrenschützern am Schreibtisch", sagt Horst Imdahl, "aber die Patienten bekommen von dem Lärm nicht viel mit."

Der Rohbau steht, der Richtkranz hängt, und bis Jahresende wird das Gebäude winterfest gemacht. "Dann sind wir vom Wetter unabhängig", sagt der Architekt. Mit einer Bauheizung werden erträgliche Temperaturen geschaffen. Bis April 2018 soll der Neubau bezugsfertig sein.

Quelle: RP
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