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Mönchengladbach
Entscheidung im Duell: CDU will Gregor Bonin als Vertreter des OB

Mönchengladbach: Entscheidung im Duell: CDU will Gregor Bonin als Vertreter des OB
Gregor Bonin (r.), hier 2015 mit Ernennungsurkunde, ist mit OB Hans Wilhelm Reiners befreundet und bald als Stadtdirektor auch sein Stellvertreter. Foto: Stadt FOTO: Stadt MG
Mönchengladbach. Zwei Beigeordnete, zwei Männer, zwei Christdemokraten - und beide wollen denselben Posten, nämlich den des Stadtdirektors. So spannend war es schon lange nicht mehr im Rathaus. Von Denisa Richters

Am Ende fiel die Entscheidung in der Sitzung der größten Ratsfraktion doch deutlicher aus, als mancher im Vorfeld erwartet hatte: Gregor Bonin, seit Ende 2015 Technischer Beigeordneter und im Rathaus zuständig für Bauen, Planen, Verkehr sowie Umwelt, soll neuer Stadtdirektor werden. Gert Fischer, Beigeordneter für Kultur, Bildung und Sport, unterlag. 17 der anwesenden Mitglieder der CDU-Fraktion votierten für Bonin (seine Frau, die der Fraktion angehört, stimmte nicht mit), neun Stimmen entfielen auf Fischer.

Somit steht Bonin morgen im Stadtrat zur Wahl. Die SPD, die seit 2014 mit der CDU im Rathaus als Groko kooperiert, hat dem großen Partner das Vorschlagsrecht für die Besetzung des Postens überlassen. Die Mehrheit im Rat dürfte dem Architekten also sicher sein. Die Position des Stadtdirektors, der den Oberbürgermeister innerhalb der Stadtverwaltung vertritt, wird frei, weil Kämmerer Bernd Kuckels (FDP) Ende des Monats aus dem Amt scheidet. Die CDU wollte seine Posten - den des Kämmerers und den des Stadtdirektors - neu besetzen. Zum neuen Kämmerer wurde im Dezember Michael Heck aus dem OB-Büro gewählt. Mit Bonin wird nun wohl auch die zweite Position mit einem engen Vertrauten des Oberbürgermeisters besetzt.

Rathaus-Chef Hans Wilhelm Reiners ist privat seit vielen Jahren mit Bonin befreundet, betont aber: "Es hätte mit beiden funktioniert." Mit Gert Fischer arbeite er seit vielen Jahren sehr gut zusammen. "Ich schätze ihn dafür, dass er verlässlich ist und an seinen Aufgaben wächst." Das habe Fischer besonders in der Flüchtlingskrise bewiesen. "Ich hoffe, dass er sich nicht als Verlierer sieht", sagt Reiners.

Zufrieden zeigt sich SPD-Fraktionschef Felix Heinrichs. "Wir haben schweren Herzens darauf verzichtet, einen unserer Beigeordneten ins Rennen zu schicken." Im Gegenzug habe er sich aber die Federführung bei einem Thema gesichert, das für die Sozialdemokraten ein wichtiges sei: Wohnungsbau. Bei der Besetzung der Spitze der städtischen Wohnungsbaugesellschaft wird die SPD demnach maßgeblich Kriterien und Auswahl bestimmen.

Quelle: RP
 
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