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Mönchengladbach
Erfahrungsbericht aus erster Hand

Mönchengladbach: Erfahrungsbericht aus erster Hand
David Schäfer und Luis Schmiel sind Ausbildungsbotschafter bei der IHK. Sie besuchten nun die Schüler des Gymnasiums am Geroweiher. FOTO: Raupold
Mönchengladbach. Ausbildungsbotschafter gaben am Gymnasium Geroweiher Einblicke in ihre Ausbildungsberufe. Das Projekt der IHK bietet Jugendlichen Orientierungsmöglichkeiten für die eigene Berufswahl. Von Angela Wilms-Adrians

Angesichts der heutigen Vielfalt an Ausbildungs- und Berufswegen ist es schwierig, den Überblick zu behalten. Wertvolle Hilfe bietet da das IHK-Projekt der Ausbildungsbotschafter. Das sind Auszubildende im zweiten oder dritten Lehrjahr, die Schülern verlässliche Einblicke in ihren Ausbildungsberuf sowie darauf aufbauende Weiterbildungsmöglichkeiten geben. Mit Simon Onckels, Luis Schmiel, David Schäfer und Yannik Hembach besuchten nun vier Botschafter ihres Fachs das Gymnasium Am Geroweiher. Begleitet wurden sie von Petra Pigerl-Radtke, Geschäftsführerin für Aus- und Weiterbildung bei der IHK-Niederrhein, und der Projektleiterin Dorothee Schartz.

"Dieses Angebot ist ein wichtiger Anstoß für die Schüler, die bald ihr Praktikum machen und ihre Fächer wählen. Wenn sie hören, dass sie für eine Firma ins Ausland gehen können, intensivieren sie vielleicht ihre Englischkenntnisse", sagte Schartz. Den Schülern empfahl sie, Work Days zu nutzen, um unterschiedliche Berufsprofile kennenzulernen. Wie Pigerl-Radtke hat sie beobachtet, dass das Projekt bei Schulen sehr gut ankommt.

Die Ausbildungsbotschafter leisteten auch dieses Mal gute Arbeit. Dafür fanden sie für die von ihnen vorgestellten Ausbildungsberufe zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik, Versicherungskaufmann/frau im Innen- und Außendienst sowie Elektroniker ein aufmerksames Publikum. Den Schülern dürfte vor allem gefallen haben, dass die Referenten nur wenige Jahre älter sind als sie und damit der eigenen Erfahrungswelt noch nicht zu weit entrückt erscheinen.

Yannik Hembach, der nach dem Abitur 2015 bei Scheidt & Bachmann eine Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme begonnen hat, lieferte vorab anschaulich ein Unternehmensprofil seines Arbeitgebers. Er stellte technische und kaufmännische Ausbildungsmöglichkeiten sowie die Einbindung in ein duales Studium vor. Beim Ausblick auf die Zeit nach der Ausbildung betonte er den Wert der praktischen Erfahrung, die auch bei einem vielleicht anschließenden Studium mehr Selbstbewusstsein gibt.

Rosel Bever und Frank Kneifel, verantwortlich für die Studien- und Berufsorientierung am Gymnasium Geroweiher, begleiteten das Projekt vonseiten der Schule. Kneifel, der zwölf Jahre in der Industrie gearbeitet hat und daher mit dem Thema besonders vertraut ist, fasste für die Schüler schließlich zusammen: "In meiner Zeit war der klassische Weg Schule, Studium und Festanstellung. Da hat sich inzwischen viel geändert. Es gibt viele Möglichkeiten. Denkt nicht, dass nur ein Studium automatisch zu viel Kohle führt".

Mahnend fügte er hinzu: "Vergesst mir die Fremdsprachen nicht. Wenn ihr eine zweite Sprache könnt, umso besser." Er verwies auf schulinterne Angebote, als da sind Sozial- und Betriebspraktikum sowie die Messe unter Beteiligung vieler Firmen mit der Möglichkeit zur Kontaktaufnahme. Schließlich versprach er: "Für das Duale Studium werdet ihr noch in der Oberstufe gebrieft".

Quelle: RP
 
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