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Mönchengladbach
Erhebliche Bahn-Störungen nach tödlicher Tragödie

Fotos: Notartzeinsatz bei der Bahn am Hauptbahnhof in Gladbach
Fotos: Notartzeinsatz bei der Bahn am Hauptbahnhof in Gladbach FOTO: Sascha Rixkens
Mönchengladbach. Innerhalb weniger Stunden wurden am Donnerstag zwei Menschen von Zügen erfasst. In Wickrath überstieg ein Mann eine geschlossene Schranke, wurde vom Regionalexpress erfasst und starb. Am Mönchengladbacher Hauptbahnhof wurde ein junger Mann schwer verletzt.  Von Gabi Peters

Gleich zweimal wollten sich am Donnerstag in Mönchengladbach zwei Menschen das Leben nehmen. Mehr als zwei Stunden blieb die Rheindahlener Straße in Wickrath gesperrt. Wie die Polizei mitteilte, war ein Mann gegen 7.20 Uhr über die geschlossene Schranke am Bahnübergang gestiegen und hatte sich auf die Gleise gestellt. Er wurde vom herannahenden Regionalexpress erfasst und war auf der Stelle tot. Der Lokführer stoppte den Zug, alle Fahrgäste wurden aus den Waggons geholt und über andere Wege zum Wickrather Bahnhof gebracht.

Lokführer und Zeugen des Unglücks wurden von Notfallseelsorgern betreut. Wegen der Bergungsarbeiten und weil der gestoppte Regionalzug die Gleise blockierte, blieb die Zugstrecke zwischen Baal und Rheydt gesperrt. Viele Pendler hingen fest. Betroffen waren die Linien RE 4 und RB 33. Gegen 9.45 Uhr wurde die Strecke zwar wieder freigegeben. Es kam aber weiterhin zu Verspätungen.

Unfall an Bahnübergang in Mönchengladbach-Wickrath FOTO: Stephan Schellhammer

Nur wenige Stunden später ließ sich im Mönchengladbacher Hauptbahnhof ein junger Mann auf Gleis 5 fallen. Auch er habe sich das Leben nehmen wollen, sagte Armin Roggon, Sprecher der Bundespolizei, am Donnerstag. Der Mann, der von einem einfahrenden Zug erfasst wurde, erlitt bei dem Suizidversuch schwere Kopf- und innere Verletzungen. Ein Hubschrauber wurde angefordert. Doch wegen schwerer Atemwegsverletzungen konnte der Patient nicht geflogen werden. Er wurde schließlich mit einem Rettungswagen in eine Klinik nach Krefeld gebracht.

Dabei wurde er vom Notarzt aus dem Hubschrauber und Rettungskräften begleitet. Auch nach diesem Unglück kam es zu erheblichen Behinderungen im Bahnverkehr. Der RE 11 endete in Viersen, der RE 4 wurde in beide Richtungen umgeleitet. Zwischen Kleinenbroich und Mönchengladbach sowie zwischen Viersen und Wickrath wurde ein Busnotverkehr eingerichtet. Für Stunden entfielen die Haltestellen Rheydt, Mönchengladbach und Neuss.

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