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Mönchengladbach
Erich Oberem findet Konzept "MG+" zu nebulös

Mönchengladbach. Erich Oberem, Gründer der inzwischen aufgelösten FWG, ist nicht überzeugt von dem Konzept "MG+", das der Rat kurz vor der Sommerpause verabschiedet hat. Zwar enthalte die Vorlage gute Ansätze für Planung und eine Idee für ein Ziel. Sowohl dieses Ziel der wachsenden Stadt als auch die Strategie sind ihm jedoch zu unkonkret. "Vieles liest sich gut, ist aber mehr schönfärbender Allgemeinplatz als echte Zielsetzung", so Oberem.

Die Analyse des Ist-Zustands, die dem Konzept des Baudezernenten Gregor Bonin zugrunde liegt, teilt Oberem in vielen Punkten. Es gebe zwar beachtliche Einzelmaßnahmen und Initiativen. Der Aufschwung sei aber mehr ein gefühlter, der "von Hurrapatriotismus getrieben werde", als ein tatsächlicher. Dazu fehle es an einem verbindenden Moment und einer Leitlinie. Dass der Baudezernent ein Ziel formuliere, sei begrüßenswert. Oberem bleibt es aber zu nebulös.

Es gebe in dem Konzept eine Reihe von Leitsätzen, die aber nicht gewichtet würden. Einen realisierbaren Fahrplan für die Stadtentwicklung kann Oberem in "MG+" nicht erkennen. Dass Stadtentwicklung in Mönchengladbach stärker umsetzungs- und marktorientiert sein soll, hält Erich Oberem für gefährlich. Nach Gelegenheit und nicht nach Erfordernis sei in Mönchengladbach viel zu lange agiert worden. Das berge die Gefahr, auf jede Art von Konzept zu verzichten, und lediglich das zu tun, was sich gerade anbiete. Oberem weiter: "Wenn das so ist, wird praktisch nur die derzeitige Praxis gestärkt. Dann kann dieser Ansatz nichts Neues bewegen."

(jüma)
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