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Serie Mäuse, Moos Und Mehr (6)
Erst sparen, dann leihen

Serie Mäuse, Moos Und Mehr (6): Erst sparen, dann leihen
Ein Kind steckt am Weltspartag 1965 eine Münze in ein Sparschwein. Was damals galt, gilt auch heute noch: Sparen kann nie schaden. FOTO: Lothar Heidtmann
Mönchengladbach. Wer sich den Traum vom eigenen Auto oder Haus erfüllen möchte, sollte zunächst zumindest einen Teil des Geldes ansparen. Das lohne sich trotz Niedrigzinsen auch für junge Leute mit kleinen Einkommen. Von Maximilian Krone

Als junger Mensch ohne hohes Einkommen steht man häufig vor dem Dilemma, sich große Träume nicht ohne Weiteres leisten zu können. Was also tun? Besser sparen oder einen Kredit aufnehmen? Finanzexperten geben generell den Tipp, darauf zu achten, dass man sich seinen Wunsch grundsätzlich leisten kann. "Ob dann ein Kredit in Frage kommt, hängt immer auch von der Anschaffung ab", sagt Matthias Heitzer von der Sparkasse in Mönchengladbach. "Es macht aber generell Sinn, etwas anzusparen und einen Teil des Verdienstes, beispielsweise aus einem Nebenjob, zurückzulegen", sagt er.

Mit Hilfe von Investmentfonds lassen sich auch in der heutigen Zeit interessante Renditen erzielen und die Risiken beim Sparen in Unternehmensanteile deutlich verringern. Aktienfonds beispielsweise investieren in viele unterschiedliche Unternehmenswerte. Deshalb sind Kursschwankungen einzelner Unternehmen für Investmentfondssparer in der Regel nicht ganz so extrem. Wer regelmäßig monatlich den gleichen Betrag in Investmentfondsanteile spart, profitiert zusätzlich vom sogenannten Cost-Average-Effekt. Wenn ein Sparer einen festen Sparbetrag vereinbart hat, für den Investmentfondsanteile per Dauerauftrag gekauft werden sollen, dann erhält er in schwachen Marktphasen im Verhältnis mehr Fondsanteile für sein Geld. In starken Börsenzeiten werden jedoch entsprechend weniger Anteile gekauft.

Auf diese Weise erzielt der Fondssparer einen günstigeren durchschnittlichen Kaufpreis. Auch für Anleger, die kleinere Beträge sparen möchten, sind Investmentfonds interessant, da ab Beträgen von 25 Euro ein regelmäßiger Ansparplan möglich ist. Der Anleger kann aus einer Vielzahl von Fonds auswählen, um sein persönliches Anlageziel zu erreichen. Es kann unter anderem in Aktienfonds, Rentenfonds oder Mischfonds investiert werden. Um im Dickicht dieser Möglichkeiten den Überblick zu behalten, ist es ratsam, mit einem Berater zu sprechen. Denn nicht alle Fonds eignen sich für alle Anleger, weil jeder Sparer individuelle Anlageziele, Anlagevorstellungen oder Anlagezeiträume hat, in denen sein Geld für ihn arbeiten kann.

"Für kleinere Einkommen ist aber auch das Prämiensparen zu empfehlen, bei dem es im dritten Jahr eine Prämie auf die Sparleistung von einem Prozent und bis zu zehn Prozent im zehnten Jahr gibt", erklärt Matthias Heitzer. Wichtig ist es, auf ein Ziel hinzuarbeiten und einen klaren Wunsch vor Augen zu haben, den man sich erfüllen will und auf den man mit einem monatlichen Betrag hin spart.

Klar sei aber auch, dass das meist nicht reicht, um ein Haus oder ein Auto zu kaufen. In diesen Fällen mache dann ein Kredit Sinn. "Im Grunde kann jeder einen Kredit erhalten, der über ein geregeltes Einkommen verfügt - auch Auszubildende", sagt Heitzer. Wichtig sei aber die Beratung durch einen Fachmann. "Man sollte ein angemessenes Ziel verfolgen, um sich finanziell nicht zu verheben." So wenden sich auch viele Kunden an die Sparkasse, um einen Kredit für den Urlaub, das Auto oder eine Wohnungseinrichtung zu bekommen, was nicht mal eben so bezahlt werden könne. Laut Matthias Heitzer gelte aber auch dabei: "Man kann deutlich einfacher mit Ersparnissen in der Hinterhand auftreten, als ohne."

Mäuse, Moos und mehr ist eine Kooperation von Rheinischer Post und der Sparkasse in Mönchengladbach.

Quelle: RP
 
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