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Mönchengladbach
Es geht los - Schillerplatz wird umgebaut

So sollen Gladbachs Plätze aussehen
So sollen Gladbachs Plätze aussehen FOTO: Otten
Mönchengladbach. Am kommenden Montag rollen die Baufahrzeuge an. Dann wird endlich wahr, was die Anwohner und Nachbarn des Platzes so lange herbeigesehnt haben. Das Zentrum des Gründerzeitviertels definiert sich neu. Von Inge Schnettler

Der wichtigste Platz im Viertel soll jetzt endlich umgestaltet werden - der Schillerplatz. Der Ort, der nach Bekundung der Nachbarschaften rundum vor allem für Treffen, Kommunikation und mehr genutzt werden soll, wird sich ab Montag peu à peu verändern und so werden, wie es sich die Menschen im Gründerzeitviertel gewünscht und vorgestellt haben. Darüber haben sie viel diskutiert, und darum haben sie gerungen. Jetzt soll der zentrale Platz das Gesicht erhalten, das sie im Laufe des kreativen Denk-Prozesses entworfen haben.

Zunächst werden die Hochbeete entfernt, und das Kriegerdenkmal wird für eine Zeitlang seinen Sockel verlassen. Nach Abschluss der Arbeiten soll es "in unmittelbarer Nähe auf einem neuen Fundament einen neuen Platz erhalten", hat die Stadt mitgeteilt. Abgebaut werden auch die Spielgeräte, die Sitzmauer am Spielplatz und der Brunnen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich drei Monate, teilt die Stadt mit, und werden von der Landschaftsbaufirma Ley aus Düren, die bereits den neuen Rheydter Marktplatz gebaut hat, ausgeführt. Für die Umsetzung des Denkmals wurde die Natursteinwerkstatt Plinz aus Düren beauftragt.

Der zentrale Platz (oben) des Gründerzeitviertel wird umgestaltet. Die Visualisierung links zeigt, wie er aussehen wird. Das Kriegerdenkmal (rechts) wird versetzt. FOTO: Ilgner, Boland, 3+ Freiraumplaner

Mit der Neuordnung und Aufwertung des Platzes haben sich seit Anfang 2012 die Initiative Gründerzeitviertel, Politik und Verwaltung sowie das Kompetenzzentrum Social Design der Hochschule Niederrhein beschäftigt. Im Rahmen eines Workshops wurden Ideen und Nutzungswünsche für den Platz gesammelt und kurzfristige Maßnahmen zur Verbesserung der Gesamtsituation durch Teilrodung und Herunterschneiden der Büsche umgesetzt. Auf der Grundlage der Ergebnisse wurde ein Entwurf von dem Aachener Fachplanungsbüro "3+Freiraumplaner" unter der Leitung von Professor Norbert Kloeters im Auftrag der Stadt erarbeitet. Dass es hernach immer wieder zu Verzögerungen kam, werden die Gründerzeitviertelbewohner unterm Strich wohlwollend verdrängen. "Wir freuen uns nun sehr darüber, dass die Arbeiten beginnen - auch wenn unsere Geduld zwischenzeitlich strapaziert wurde. Wir glauben fest daran, dass unser Viertel durch den neuen Platz eine weitere positive Entwicklung nehmen wird", sagt Philipp Molitor von der Initiative Gründerzeitviertel.

Und so wird der neue Schillerplatz demnächst aussehen: Mit einer etwa 15 Meter langen Bank aus Natursteinblöcken, die in unterschiedlichen Sitzhöhen diagonal auf die Platzmitte führt, einer langen Bank an der verbleibenden Betonmauer entlang der Kaiserstraße, einer durch Klinkersteine gepflasterten ovalen Platzfläche und Sitzgelegenheiten, die zum Teil aus den vorhandenen Betonelementen entstehen, soll der Platz vor allem ein Treffpunkt für die Anwohner für Feste, Begegnungen und Veranstaltungen wie etwa den Greta-Markt werden. Gleichzeitig wird der Platz mitten im Gründerzeitviertel durch die Beseitigung der Beete nach außen geöffnet.

Drei vorhandene Bäume bleiben erhalten. Deren Pflanzbereich wird neu mit Cortenstahl eingefasst. Besonderen Charme erhält der Quartiersplatz durch 15 Boulevard-Eichen, die den zukünftigen Treffpunkt umsäumen, und vier neue Mastleuchten. Um den Verweilcharakter des Platzes noch ein wenig zu betonen, haben sich die Bürger für eine kleine Insel an Stelle des Brunnens ausgesprochen, die mit weiteren Sitzmöglichkeiten und sieben Himalaja-Birken ausgestattet werden soll.

Quelle: RP
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