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Mönchengladbach
Et Chresskenk kütt emol em Johr noh Jlabbach

Mönchengladbach: Et Chresskenk kütt emol em Johr noh Jlabbach
Da ist Anna Bodewein in ihrem Element. Die Hardterin karikierte gnadenlos selbstironisch ihre Figur. In der Gaststätte "Alt Eicken" vergnügten sich die Gäste an einer Mischung aus Adventsfeier und Karnevalssitzung. FOTO: Ilgner
Mönchengladbach. In der Traditionsgaststätte "Alt Eicken" in Mönchengladbach gab es eine Mischung aus Adventsfeier und Karnevalssitzung. Von Angela Wilms-Adrians

Von den Wänden schienen die Fußballhelden von einst zuzusehen. Doch nicht nur in Fotos, sondern auch im Lied war zur "Jlabbacher Weihnacht" die Borussia präsent. Das sollte keinen verwundern, denn eine Mischung von Heimatverbundenheit und karnevalistischem Einschlag sind wesentliche Zutaten der Adventsfeier in der Traditionsgaststätte "Alt Eicken". In Musikvorträgen, Geschichten und Sketchen drehte sich auch dieses Mal alles um weihnachtliche Begebenheiten.

Da wechselten heitere und besinnliche Momente einander ab. Doch zugleich war greifbar, dass die Liebe der Veranstalter auch der fünften Jahreszeit gehört. Das signalisierten die Anfangszeit mit elf Minuten nach der vollen Stunde und der Besuch des Karnevalisten Feuerehrmann Kresse. Das zeigte sich ebenso in den Auftritten der Musiker Hans Speit und De Rollmöps, die im Mönchengladbacher Karneval zuhause sind.

Die Hans-Muff-Combo mit Organisator Hajo Muckel am Keyboard stimmte die Besucher mit fröhlichen Weihnachtsmelodien auf einen geselligen Abend ein, bei dem fast alles in Mundart gesungen und gesprochen wurde. Den Text des vertrauten Liedes "Lasst uns froh und munter sein" hatte die Band auf lokale Ereignisse rund um das Stadion umgemünzt. Selbstverständlich eingereiht ins Repertoire war das Erkennungslied "Et Chresskenk kütt emol em Johr noh Jlabbach", geschrieben von dem inzwischen verstorbenen Harald Hommen. Der hatte sich vor elf Jahren von der Kölschen Weihnacht zu einer Variante in Eicken inspirieren lassen und seinen Musikerkollegen Hajo Muckel für diese Idee gewonnen. Mit nostalgischen Erinnerungen an eine Schlittenfahrt auf dem Bökelberg bewies Combomitglied Stefan Welters, dass in der Nachfolge von Hommen bis heute eigene Titel beigesteuert werden.

Erstmals moderierte Mischa Esser den Abend. Er begrüßte als Nachfolger von Rolf Jansen "im Gürzenich von Eicken". Im schönsten Platt bewies Esser sein humoristisches Talent als Rezitator familiärer Begebenheiten am Weihnachtsabend. Luisa und Max, Enkel von Hajo Müller und damit vielleicht hoffnungsvoller Nachwuchs der "Jlabbacher Weihnacht", begeisterten zu fröhlich servierten Advents- und Weihnachtsliedern. Zum "Feliz Navidad" brachten sie mit wechselnden Sprachen internationales Flair ins "Alt Eicken". Natürlich erzählte und sang Anna Bodewein wie die anderen von weihnachtlichen Begebenheiten. Zum Vergnügen ihrer Zuhörer karikierte die Hardterin zudem gnadenlos selbstironisch ihre dralle Figur.

Quelle: RP
 
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