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Serie Denkanstoss
Etwas Neues wird geschehen

Mönchengladbach. Albert Damblon blickt anhand eines Zitats von Edith Piaf auf 2015 zurück - und nach vorn in das Jahr 2016. Von Albert Damblon

Edith Piaf, die am 19. Dezember 100 Jahre alt geworden wäre, hat einmal gesagt: "Das Leben ist wundervoll. Es gibt Augenblicke, da möchte man sterben. Aber dann geschieht etwas Neues und man glaubt, man sei im Himmel." Sie wird wissen, was sie gesagt hat. Als sie 1963 starb, hatte sie ein kurzes, aber bewegtes Leben hinter sich. Selbst ihr Erfolg täuschte nicht darüber hinweg, wie tragisch ihr Leben verlaufen ist. Trotzdem behauptete sie, manchmal im Himmel gewesen zu sein.

Wie beenden Sie das Jahr 2015? Blicken Sie ungern zurück? Kennen Sie die Augenblicke, in denen Sie "sterben" wollten? Sie allein wissen, was Sie im vergangenen Jahr erlebt und durchgemacht haben. Ich brauche Ihnen keine Hilfen zu geben, wo Sie zu suchen haben. Sie erinnern sich genau, wann die Welt über Ihnen zusammen gebrochen ist und Sie geweint haben. Vielleicht stand keiner an Ihrer Seite, und es war tatsächlich wie Sterben. Aber Sie haben auch erlebt, wie sich plötzlich Neues auftat. Entsinnen Sie sich, als sich mitten in der Krise eine Lösung zeigte? Mit ihr hatten Sie gar nicht gerechnet. Sie waren gerade noch tief unten im Keller Ihrer Traurigkeit, eine überraschende Einsicht holte Sie nach oben ans Licht. Wie so oft haben Sie gespürt, dass es einen Ausweg gibt. Nicht nur in der Politik, sondern auch im eigenen Leben gilt: "Wir schaffen das!" Wieder die Sonne zu sehen und durchatmen zu können, war wie der Himmel.

Bald beginnt das Jahr 2016. Ich werde Ihnen nichts versprechen. Aber ich bitte Sie, den Satz von Edith Piaf zu behalten. Es werden Augenblicke auf Sie zukommen, in denen Sie "sterben" möchten. Nichts scheint mehr zu gehen. Genauso jedoch dürfen Sie sich darauf verlassen, dass Neues geschieht und Sie in den Himmel holt. 2016 werden Sie manche Himmelfahrt erleben.

Ob Sie daran glauben oder nicht, ich darf Ihnen zum Neuen Jahr Gottes Segen zumuten: "Der Herr segne und behüte dich. Er wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil." Gottes Segen ist der Himmel.

DER AUTOR DES HEUTIGEN DENKANSTOSSES IST SEELSORGER AN ST. BENEDIKT.

Quelle: RP
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