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Mönchengladbach
Fachmarktzentrum wird umgekrempelt

Mönchengladbach: Fachmarktzentrum wird umgekrempelt
Zu dem 11.000 Quadratmeter großen Komplex gehören neben dem Schossau-/Rewe-Gebäude (oben) auch die zentral gelegenen 273 Parkplätze, die ehemalige Postbankfiliale und die Gebäudeziele mit Kik und Penny. FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. Einen siebenstelligen Betrag will der neue Eigentümer investieren, um das Areal rund um den früheren Schossau-Markt an der Lürriper Straße zu modernisieren. Neue Mieter werden gesucht, auch Gastronomie soll angesiedelt werden. Von Jan Schnettler

Wer genau hinschaut, wird es bemerkt haben: Über drei Jahre nach der Schossau-Insolvenz sind an der Lürriper Straße nun endlich die großen Schilder verschwunden, die nach wie vor auf den ehemaligen Elektronik-Fachmarkt hinwiesen. Dafür gibt es auch einen guten Grund. Das gesamte Areal hat einen neuen Eigentümer. Ein Joint-Venture von Mitiska REIM, einem Investor für europäische Fachmarktzentren, und der Luxembourg Investment Group hat das 10.900 Quadratmeter große Fachmarktzentrum erworben. Und plant, es so bald wie möglich auf Vordermann zu bringen.

"Es wird sicherlich im siebenstelligen Bereich investiert werden", sagt Gerd Kühn von der Düsseldorfer RED Property, deren Berater die Transaktion begleitet haben. Fassaden und Außenanlagen, speziell der Parkplatz, sollen überarbeitet und neue Mieter integriert werden, das Marketing soll besser werden. Die Ankermieter Rewe, Penny und Kik sollen bleiben. Der neue Eigentümer verspreche sich viel von der Lage und von dem Areal, das ihm eine Summe im achtstelligen Bereich wert gewesen sei. "Hier wird der wichtigste Anlaufpunkt für die täglichen Bedürfnisse der Menschen in der ,City Ost' sein", sagt Vladimir Volkov, CEO der Luxembourg Investment Group. Mit dem Abriss von Haus Westland und den Entwicklungen in der City Ost werde sich das Einzugsgebiet gravierend zum Positiven verändern, mit dem Fahrradparkhaus gebe es bereits gute erste Ansätze, sagt Gerd Kühn.

Für die Schossau-Fläche (2600 Quadratmeter groß) sei beispielsweise eine Nutzung durch ein Fitnessstudio denkbar. Weiteren Leerstand (1500 Quadratmeter) gibt es aktuell über dem Penny-Markt, dort werde eine Büronutzung angestrebt. Mit zum Gelände gehört auch die ehemalige Postbankfiliale, die aber noch vermietet ist und für Postfächer genutzt wird. "Hier werden Gespräche geführt, um eine gute Lösung für alle Beteiligten zu finden", so Kühn. Dort sei etwa eine weitere Lebensmittelmarkt-Nutzung vorstellbar. Angestrebt werde aber auch eine neue Gastronomie, die das Areal auch sonntags und in den Abendstunden beleben soll. "Etwas gehobener, nicht das klassische Fast Food, das man aus Bahnhofsumfeldern kennt. Das Gelände soll durch neue Nutzungen weg von der Assoziation ,hinterm Bahnhof'."

Die großen baulichen Veränderungen sollen erfolgen, sobald die Mietverträge geschlossen sind. "Um sie passgenau durchzuführen", sagt Kühn. Im Idealfall könne man bereits Anfang 2018 mit ersten Maßnahmen loslegen. Im Schossau-Markt solle etwa im Obergeschoss die Fassade etwas geöffnet werden.

Verkäuferin des Fachmarktzentrums ist Kristensen Properties, eine dänische Fondsgesellschaft. Zu weiteren Einzelheiten der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart. Schossau, das Mitte 2014 seine Pforten schloss, hatte das Areal seit 1999 geprägt. Gegründet worden war das Unternehmen im November 1989, in den wechselhaften Tagen kurz vor dem Mauerfall, damals noch an der Hindenburgstraße.

Quelle: RP
 
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