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Mönchengladbach
Fans sind traurig, aber stolz
Nach Pokal-Aus: Fans stehen hinter Mannschaft
Nach Pokal-Aus: Fans stehen hinter Mannschaft FOTO: Maren Wagemanns
Mönchengladbach. Bei bestem Frühlingswetter besuchten am Donnerstag viele Fans das Borussia-Training. Die Niederlage im Pokal-Halbfinale gegen den FC Bayern München drückte die Stimmung, doch die Freude über die gute Saison überwog. Von Fabian Eickstädt

Blauer Himmel, Sonne, Vogelgezwitscher: Nichts deutete am Donnerstag Vormittag beim Training der Borussia auf die Qualen hin, die nur wenige Stunden zuvor Spieler und Fans durchlebt hatten. Bis ins Elfmeterschießen hatte sich die Fohlenelf am Mittwochabend gekämpft, um schließlich doch um kurz nach 23 Uhr gegen den Rekord-Pokalsieger FC Bayern München im Halbfinale des DFB-Pokals auszuscheiden. Doch Katerstimmung herrschte nur vereinzelt bei den Fans. Viele waren trotz des Ausscheidens stolz auf die Leistung ihres Vereins.

"Ich bin schon enttäuscht"

"Bayern war spielerisch im Vorteil", sagte Klaus Metzer (75), während er zu den Spielern schaute, die sich auf dem Trainingsgelände aufwärmten. "Robben und Ribéry haben oft für Unruhe gesorgt. Hätte ter Stegen nicht so gut pariert, hätten wir schon früh in Rückstand geraten können." Borussia habe insgesamt ein großes Spiel abgeliefert. "Am Ende hatte Bayern aber eben wieder das berühmte Näschen vorne."

Jochen Weinhardt (41), Mehmet Özgül (42) und Thomas Seipel (41) waren für das Pokal-Halbfinale eigens aus Stuttgart angereist. Nur kurz schauten sie beim Training vorbei, bevor sie wieder gen Heimat aufbrachen. "In der Verlängerung hat jeder Angst gehabt, einen Fehler zu machen", sagte Seipel. "Und im Elfmeterschießen entscheidet dann leider oft das Glück." "Bayern war allerdings über weite Strecken die bessere Mannschaft", ergänzte Weinhardt. "Das muss man anerkennen."

Auch Robert Pütz (40) aus der Nähe von Bonn ließ sich durch die Niederlage nicht die Stimmung verderben. "Ich bin immer noch euphorisch und sehr positiv", sagte Pütz. "Es ist unglaublich, was die Mannschaft geschafft hat. Da kann man froh und stolz sein."

Erwin Elsbernd (50) verfolgte mit seinem Sohn Maik (21) das Training der Borussia-Stars. "Ich bin schon enttäuscht. Es ist immer ärgerlich, im Elfmeterschießen rauszufliegen", sagte Maik Elsbernd. "Aber unter dem Strich waren die Bayern die bessere Mannschaft." Sein Vater ergänzte: "Ich denke nicht, dass Dante der richtige Mann war, um den Elfer zu schießen. Überhaupt sollte es während der laufenden Saison keine Transferverhandlungen geben. Wie hätte sich wohl Reus im Finale gegen Dortmund gefühlt?"

Schon als kleines Kind war Hubertus Feldhaus (50) aus Vechta Fan von Borussia Mönchengladbach. Das Pokalspiel sah er live im Stadion. "Die Mannschaft spielt eine bombastische Saison. Der DFB-Pokal hätte natürlich das i-Tüpfelchen sein können", bedauerte Feldhaus.

Quelle: ila/url/ila
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