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Mönchengladbach
FDP fordert eine digitale Tourismus-Information

Mönchengladbach. Die Stärkung der Hindenburgstraße wollen die Liberalen zum großen Thema im Rat machen. Von Dieter Weber

Für Rainer Gutowski ist das eine Art Multi-Media-Show. Das ehemalige Mitglied der Piratenpartei und jetziger FDP-Mann ist bei den Gladbacher Liberalen der Experte für Digitales. Um zu beweisen, wie Mönchengladbach digitale Angebote ins städtische Portfolio übernehmen kann, platziert Gutowski per Handy ein Auto in einen Büroraum, öffnet Pkw-Türen, zeigt die Innenausstattung, wechselt Farbtypen. Was wie eine Spielerei anmutet, hat für die FDP einen konkreten Hintergrund: Die Liberalen fordern eine Tourismus-Information im Vitus-Center und wollen sie so ausgestaltet wissen, dass Interessierte sich eine MG-Tour zusammenstellen können. Statt eines Autos ist es dann zum Beispiel das Museum Abteiberg oder das Münster. "Das soll keinen Besuch, keine Besichtigung ersetzen, aber Appetit darauf machen", sagt FDP-Fraktionschefin Nicole Finger. Vor zwei Jahren haben die Liberalen bereits eine Tourismus-Info gefordert, sind damals aber an CDU und SPD gescheitert. Finger: "Dieses digitale Angebot ist ein Frequenzbringer. Es hilft der Hindenburgstraße."

Für die Haushaltsberatungen haben die Liberalen noch andere Themen, die sie vorantreiben wollen. So wundern sie sich, dass die Verlegung des Busverkehrs von der Hindenburg- auf die Steinmetzstraße anscheinend dauerhaft sein soll, weil 1,5 Millionen Euro dafür im Haushalt auftauchen (1 Mio. für Investitionen, 0,5 Mio. für die Rückzahlung von Fördermitteln) Finger: "Wir kämpfen weiter für eine Rückkehr der Busse auf die Hindenburgstraße. Unter anderem weil es dem Einzelhandel hilft und es ältere und behinderte Menschen schwerer haben, Geschäfte zu erreichen, wenn die Busse auf der Steinmetzstraße halten." Zum Innenstadtkonzept gehört der Innenstadtspielplatz auf dem Adenauerplatz, den die FDP forciert hat und der jetzt Teil der gesamten Umgestaltungspläne für die Gladbacher City ist. Als Hilfe für den Handel sehen die Liberalen auch die Familienkarte an, die auf Antrag der FDP beschlossen wurde. "Das kann ein effizientes Marketinginstrument für den Handel in der Innenstadt werden", sagt Finger. Sie wundert sich, warum sich die Einführung verzögert: "Die Gründe kennen wir nicht."

Quelle: RP
 
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