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Mönchengladbach
Filmclub "Objektiv" zeigt Goldschätze

Mönchengladbach. Vier Filme, die bei den Deutschen Amateur-Filmfestspielen mit Goldmedaillen prämiert wurden, können Gladbachs Cineasten am ersten Adventssonntag im Carl-Orff-Saal der Musikschule bewundern und genießen. Von Inge Schnettler

Wenn Onkel Otto im Urlaub filmt, was das Zeug hält, um hernach seine Familie und Freunde mit seinen Zooms und Schwenks geradezu seekrank zu machen, ist das so eine Sache. Wenn die Amateure vom Filmklub "Objektiv" mit der Kamera arbeiten, ist das, wie Gerhard Comelli sagt, hochprofessionell. "In dem Wort Amateur steckt das italienische amare - also lieben", sagt der Vorsitzende des Mönchengladbacher Filmklubs. Dieser lädt am ersten Adventssonntag, 29. November, 10.30 Uhr, zum sechsten Mal zu seinem sogenannten "Nationalen Einladungsfest" in den Carl-Orff-Saal der Musikschule an der Lüpertzender Straße ein.

Zwei Stunden lang dürfen die Gäste Filme genießen. Nicht irgend welche, sondern wahre Goldschätze. Nämlich Kurzfilme, die bei den Deutschen Amateur-Festspielen mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurden. Die Autoren werden bei der Matinee ebenfalls anwesend sein und sich jeweils in einem kurzen Talk vorstellen. Das sind in diesem Jahr Georg Bock, Simone Thernes, Michael Preis und Gerhard Amm.

Der Tier- und Naturfilm von Georg Bock heißt "Geheimnisvolle Pegnitzauen". Gerhard Comelli weiß: "Dieses Naturparadies liegt unmittelbar vor der Haustür des Filmers." Lange Wege hat Bock also nicht, einen langen Atem muss er allerdings haben. "Fünf Jahre hat Georg Bock für diesen Film gebraucht." 17 Minuten dauert der wunderschöne Film, der mit seinen Naturaufnahmen Lust macht, einfach mal hinzufahren - nach Bayern, in dieses überaus spektakuläre Paradies.

"Fenster zur Unterwelt" ist der Titel des Films, den Simone Thernes unter Wasser in einem ausgedehnten Höhlensystem auf der mexikanischen Halbinsel Yukatan gedreht hat. Verborgen im dichten Dschungel, sind sie schwer zugänglich und noch weitgehend unerforscht. Dabei spielten sie schon in der Mayakultur eine wesentliche Rolle. 13 Minuten dauert der Film, der unter mancherlei Gefahren entstanden ist - auf einer Urlaubsreise, die plötzlich zum Abenteuer wurde.

Michael Preis ist nach Indien gereist, wo er durch die Begegnung mit Gläubigen, heiligen Männern und Sanyassin, die sich von allen weltlichen Bindungen gelöst haben, den Hinduismus kennenlernt. "Leben mit Shiva" heißt sein Film, der sich dem Land und seinen Menschen über das Verständnis der Religion nähert.

Gerhard Amm zeigt seinen Reisefilm "Frühling im Fjordland", der bereits im Fernsehen gezeigt wurde. "Das ist schon eine besondere Auszeichnung für einen Amateurfilmer", sagt Gerhard Comelli. Schafe, Pferde, Ziegen, Wasservögel, viel Wasser und viel unberührte Natur zeigt der Filmer. Die kurzen Textpassagen und die einfühlsame Musik lassen dem Betrachter ausreichend Zeit, sich mit Muße den wunderschönen Bildern hinzugeben.

Comelli betonte, dass das Filmfestival ohne die Sponsoren NEW, Stadtsparkasse und PK Office nicht zu realisieren wäre. Musikschulleiter Christian Malescov freut sich auf die Matinee in seinem Haus. "Diese Veranstaltung ist einer der Höhepunkte in unserem Programm", sagt er. Der Eintritt ist übrigens frei.

Quelle: RP
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