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Mönchengladbach
Filmfestival mit echten Goldschätzen

Mönchengladbach: Filmfestival mit echten Goldschätzen
Gerhard Comelli, Bernd Ormanns (Stadtsparkasse), Andreas Roth (PK Office), Thomas Manglitz (Gastgeber) und Daniel Pelzer (NEW, v.l.) präsentierten gestern in der Filmfigurenausstellung am Berliner Platz das Plakat für das diesjährige Filmfestival. FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. Bei den Deutschen Amateur-Filmfestspielen wurden vier Werke mit Goldmedaillen prämiert. Am 3. Dezember können Gladbachs Cineasten sie in der Musikschule genießen. Die Autoren sind auch da. Von Inge Schnettler

Es sind echte "Delikatessen", die der Filmklub Objektiv einmal im Jahr bei den Deutschen Amateurfilmfestspielen herauspickt. 56 Filme gingen diesmal ins Rennen, vier davon - allesamt mit Gold ausgezeichnet - werden am ersten Adventssonntag im Carl-Orff-Saal der Musikschule gezeigt. Der Klub lädt zum achten Mal zu seinem Filmfestival "Die Besten" ein. "Außerdem sind auch die Autoren jedes Jahr unsere Gäste", sagt der Ehrenvorsitzende des Filmklubs, Gerhard Comelli. Die vier Filmer stellen sich bei der Matinee in einem Talk vor. Es sind Werner Rohlmann aus Dransfeld, Uwe Koslowski vom Filmklub Dortmund, Doris und Cord von Restorff vom Karlsruher Film- und Video-Club sowie Frank Lauter vom Filmclub Hohenlohe.

Werner Rohlmanns Film nimmt den Zuschauer mit durch Masuren - das Land der stillen Seen und dunklen Wälder. In einem der größten Sumpfgebiete Europas hat er mit seiner Kamera Wisente, Wölfe, wilde Pferde, Elche, Luchse und andere Tiere beobachtet und festgehalten. Zum Schutz der einzigartigen Landschaft wurden kilometerlange hölzerne Stege gebaut, auf denen sich Touristen und Naturbeobachter bewegen können, ohne die Natur zu stören. Der Film wurde beim Bundesfestival "Naturfilm" in diesem Jahr mit dem "Goldenen Schmetterling" ausgezeichnet.

Mit seinen spektakulären Luftaufnahmen begeistert der Film "Lünen Lippeweiden" von Uwe Koslowski. Er war zu Gast bei den Segelfliegern der Flugsportgruppe Lünnen. Eine junge Fliegerin und ein erfahrener Fluglehrer kommen zu Wort - und dann geht es hoch hinaus. Der Filmer begleitet die junge Fliegerin und lässt die Zuschauer mit seinen Aufnahmen an der Faszination Fliegen teilnehmen.

"Robertina" heißt der Film, den Doris und Cord von Restorff im Süden Venezuelas gedreht haben. Das Mädchen Robertina gehört zum Stamm der Enepa, der ohne Kontakt zur Zivilisation in der Natur lebt. Dank ihrer Schulbildung hat sie die Chance, in der Stadt eine Ausbildung zur Krankenschwester zu machen. Sie will zurückkehren in ihr Dorf, um hier eine Krankenstation aufzubauen.

Lautstark macht der Laubfrosch im Naturfilm von Frank Lauter auf sich aufmerksam. Das Männchen dieser vom Aussterben bedrohten Art bringt es mit seinen Lockrufen immerhin auf stolze 90 Dezibel. Bis zu zwei Kilometer weit ist der markante Ton seiner Schallblase zu hören.

"Filme müssen Geschichten erzählen", sagt Gerhard Comelli. Diese vier tun es - gut sogar.

Quelle: RP
 
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