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Mönchengladbach
Flüssige Klänge und Improvisationen

Mönchengladbach. Die 11. Gladbacher Nachtmusik spielt in der Ausstellung von Maria Lehnen im Münster. Die Kompositionen nehmen Bezug auf ein großformatiges Wasserbild der Künstlerin. Und das Publikum hat die Chance, einen Kanon mitzusingen. Von Inge Schnettler

Am kommenden Freitag, 20. Oktober, endet die vielbeachtete Ausstellung der Mönchengladbacher Künstlerin Maria Lehnen in der Münster-Basilika. Propst Peter Blättler wird ab 19.30 Uhr eine Schlussbetrachtung abgeben, bevor um 20.15 Uhr die 11. Gladbacher Nachtmusik beginnt. Unter der Leitung von Odilo Klasen singt der Chor Voce aus Düsseldorf, Miro Dobrowolny und sein Art-Ensemble NRW sind dabei, außerdem Schüler des Babylon-Projekts am Gymnasium Geroweiher. Wenn alles gut geht, sollte auch das Publikum sängerisch eingebunden werden. Und: Es gibt gleich mehrere Uraufführungen.

Das musikalische Programm ist dreigeteilt. Zu Beginn des ersten Teils, der das Thema "An den Wassern Babylons" hat, gibt es auch gleich die erste Premiere. Theodor Pauß hat ein Werk komponiert, das sich auf ein großformatiges Wasserbild von Maria Lehnen bezieht. Acht Stimmen und ein Kontrabass intonieren die Komposition "An den Wassern Babylons" von Heinrich Schütz. "Nach diesem alten Stück folgt etwas Modernes", kündigt Miro Dobrowolny an. Und - es ist wieder eine Uraufführung: Martin Wistinghausens "in terra aliaena" für Streicher und Sänger. Odilo Klasens Suspendimus für Stimme und Instrumente ist die nächste Uraufführung, die an diesem Abend zu hören sein wird. Gefolgt von der Komposition von Arvo Pärt "An den Wassern Babylons" für Chor und Orgel und "Bridges" von Miro Dobrowolny für sieben Streicher, Akkordeon und Klavier.

Der zweite Teil (Titel: Babylon - Wasser - Klang) beginnt mit einem Kanon. "By the Waters of Babylon" wird von den Sängern vorgetragen, begleitet von Instrumenten und Klanggeräuschen. Hier kommen mit Wasser gefüllte Gläser und Steine mit ins Spiel. "Wir werden das Publikum ermuntern, den Kanon mitzusingen", sagt Dobrowolny. Sollte das beim ersten Mal nicht klappen - macht nichts - es gibt zwei weitere Gelegenheiten einzusteigen. Der erste Satz von Bachs Konzert d-Moll wird von Oboe (Phoebe Funk), Violine (Vincent Dobrowolny) und Orchester vorgetragen, auch der dritte Satz aus Bachs Brandenburgischem Konzert. Und zwischendurch wird der Kanon wiederholt. "Spätestens beim dritten Mal wird das Publikum begeistert mitsingen", ist Miro Dobrowolny sicher. Den der Funke wird überspringen - kein Zweifel.

Im letzten Teil des Abends, der gegen 22.15 Uhr beginnen wird, darf sich das Publikum auf Wolfgang Hildemanns "Ritmi dispari" für Klarinette und Klavier sowie auf eine "Meditation für Akkordeon" und die "Punkt Reflektionen" für Klavier und Akkordeon von Erik Janson freuen. Das Ende des Konzerts ist für 23 Uhr vorgesehen. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Quelle: RP
 
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