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Mönchengladbach
Flughafen: Sponsoren für Oldtimer-Sonntage gesucht

Mönchengladbach. Einen Tag der offenen Tür gibt es erst 2017 wieder. Gefordert wird eine Neuregelung der Gebühren für Flugschüler. Von Jan Schnettler

Der Flughafen-Förderverein sucht für 2016 Sponsoren, die einen der fünf letzten Sonntage im Monat zwischen Mai und September gestalten. Diese Tage sind als "Oldtimer-Sonntage" konzipiert, an denen alte Flugzeuge gezeigt und für Rundflüge angeboten werden. "Gerne würden wir jeden Sonntag und auch am jeweilig letzten Sonntag in den Monaten Mai bis September immer wieder mehrere Oldtimer-Flugzeuge zeigen. Dies würde aber die Kapazitäten des Vereins sprengen", erläuterte Ruth Witteler-Koch, Vorsitzende des Fördervereins, jetzt bei der Mitgliederversammlung. Fänden sich Sponsoren, die Piloten mit ihren Oldtimer-Flugzeugen an den Airport an der Niersbrücke einladen, "wäre es sicherlich finanziell stemmbar, an jedem der fünf Sonntage gleich mehrere Maschinen begrüßen zu dürfen".

Ungeachtet der Erfolge des ablaufenden Jahres - mit Oldtimer-Präsentationen, Tag der Offenen Tür, und Fly-in und einem "spürbar wachsendes Interesse der Gladbacher an ,ihrem' Flughafen - wird es 2016 keinen weiteren Tag der Offenen Tür geben. Flughafenchef Franz-Josef Kames signalisierte, dass er sich eine solch aufwändige Veranstaltung gut alle zwei Jahre vorstellen könne - also wieder 2017. Der Förderverein plane zudem Talkrunden zu Themen wie "Keine Ultraleichtflugzeuge am MGL - warum?" "Kunstflug am MGL - warum eigentlich nicht?" und "Unternehmen am Flughafen stellen sich vor".

Nach wie vor jedoch geht der Blick nach Düsseldorf. Hier wünscht sich der Förderverein auch mit dem neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung eine gute Kommunikation und Zusammenarbeit. "Längst wollten die Düsseldorfer ihre Business Aviation nach MGL verlagern - bisher ist das aber nicht spürbar", so Witteler-Koch. Sicherlich müssten im Fall der Fälle auch die entsprechenden Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen werden, wie weitere Hallen, da MGL im Augenblick aufgrund akuten Platzmangels nur Wartelistenplätze anbieten kann.

Piloten im Verein artikulierten ihre Wünsche nach mehr Dienstleistungsmentalität am Flughafen. Der Hugo-Junkers-Hangar - so die einhellige Meinung - ist das absolute Highlight am Airport und sollte verstärkt im Marketing genutzt werden. Auch hier wünscht sich die Vorsitzende mehr Engagement der Düsseldorfer. Ein weiteres Anliegen des Fördervereins für 2016 ist eine Neuregelung der Gebühren für die Flugschüler, die jetzt zwar in MGL starten, dann aber wegen der hohen Kosten zu umliegenden Plätzen fliegen, um dort ihre Starts und Landungen zu günstigeren Konditionen zu üben. "Das muss meines Erachtens nicht sein", so Witteler-Koch. "Bestimmt lässt sich hier ein Modus vivendi finden, da sich die Schüler in der Ausbildung befinden und jeder Euro Mehrausgaben in Richtung Berufspilot richtig wehtut." Visionen seien es auch, die davon träumen lassen, dass Borussia den Flughafen mehr nutzen würde und/oder andere Bundesligavereine mit ihren Maschinen hier zum Spiel landen und starten. Zustimmung gab es von der Mitgliederversammlung für einen Letter of Intent zur Anfinanzierung des Projekts Tunnelbeleuchtung unter der Autobahn von der Krefelder zur Flughafenstraße.

Quelle: RP
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