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Mönchengladbach
Förderschule hat sich eingelebt

Mönchengladbach: Förderschule hat sich eingelebt
Planungsdezernent Gregor Bonin (v.l.), Günter Schmerl vom Gebäudemanagement der Stadt, Schulleiterin Doris Waßen, Bildungsdezernent Gert Fischer und Harald Weuthen, Fachbereichsleiter Schule und Sport der Stadt. FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. Die Herman-van-Veen-Schule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung ist von Hardt nach Wickrath umgezogen. Von Angela Rietdorf

Selten trifft man Schulleiter, die so rundum zufrieden sind wie Doris Waßen, die Leiterin der Förderschule Herman van Veen mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung. "Alle fühlen sich hier wohl, es ist bei weitem die bessere Lösung", fasst sie zusammen. "Und die Zahl der Anmeldungen steigt auch." Die bessere Lösung - das ist die Unterbringung der ursprünglich in Hardt beheimateten Förderschule in den sanierten, um- und angebauten Räumlichkeiten der ehemaligen Hauptschule an der Voigtshofer Allee in Wickrath.

Insgesamt hat die Stadt 2,5 Millionen Euro investiert, um die Gebäude für die neuen Nutzer fit zu machen. Dabei floss viel in den Brandschutz: Es gibt eine flächendeckende Brandmeldeanlage, ein Rauchansaugsystem, interne Verbindungen zwischen den Klassenräumen, so dass im Brandfall stets zwei Fluchtwege zur Verfügung stehen, und eine Aufschaltung zur Feuerwehr.

Durch einen Anbau wurde zusätzlich Platz geschaffen. Dort ist die Verwaltung untergebracht, aber auch zwei Klassenräume und ein großer Werkraum. "Hier wird unsere Oberstufe unterrichtet", erklärt Doris Waßen. "Die Schüler erhalten berufs- und lebenspraktischen Unterricht, denn sie sollen befähigt werden, ihr Leben selbst in die Hände zu nehmen." Um dieses Ziel zu erreichen, hat jeder Klassenraum einen Differenzierungsraum, in dem sich auch eine Küche befindet. "Die Schüler bereiten hier ihr Frühstück vor, räumen die Spülmaschine ein oder teilen das Mittagessen aus", erläutert die Schulleiterin.

Im nahegelegenen Werkraum riecht es nach Holz. Hier sind zwei ältere Schüler damit beschäftigt, aus Paletten die Einfassung für ein Hochbeet zu zimmern. Das soll Rollstuhlfahrern im Schulgarten einen besseren Zugang zu den Pflanzen ermöglichen, erklärt der Werklehrer.

Auch großzügig geschnittene Pflegeräume mit Duschen und Liegen stehen in der Förderschule zur Verfügung, eine Gegensprechanlage sorgt in allen Räumen für Sicherheit. Überhaupt ist Sicherheit ein wichtiger Aspekt. Nottreppenhäuser, selbst im Brandfall noch einsatzfähige Fahrstühle und Evakuierungsräume wurden eingebaut. Aber nicht nur die großen, auch die kleinen Katastrophen wurden bedacht. "Das ist ein Fingerklemmschutz", erklärt Günter Schmerl vom Gebäudemanagement der Stadt und weist auf eine Konstruktion am Türrahmen hin, die verhindert, dass Finger zwischen Tür und Rahmen gelangen können.

Bei den Schülern besonders beliebt ist die Audioversion eines Schwarzen Bretts. Sie ist im Eingangsbereich angebracht. Drückt man auf verschiedene Symbole, dann verkünden Kinderstimmen den Wochentag, das Datum und die Jahreszeit - aber auch die jeweiligen Mittagsmenüs ("Heute gibt es Wurstgulasch in Schaschliksoße") oder welche AG gerade stattfindet. "Das hat sich sehr bewährt. Es können ja nicht alle Kinder lesen - aber alle wollen wissen, was es zum Mittag gibt", sagt Schulleiterin Doris Waßen.

In den in warmen Farben gestalteten Räumen fühlen sich die Schüler, 105 an der Zahl sind es, sowie die 35 Lehrer überaus wohl. Und auch Eltern lassen sich schnell überzeugen. "Wir haben etliche Neuanmeldungen, seitdem wir hier sind", sagt Doris Waßen.

Eingezogen ist die Schule bereits im Oktober letzten Jahres - und wenig später hat man sich durch ein gemeinsames Fest mit der neuen Nachbarschaft bekannt gemacht. "Wir sind hier angekommen", stellt die Schulleiterin fest - und sieht dabei ziemlich zufrieden aus.

Quelle: RP
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