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Mönchengladbach
Formschöne Gesellenstücke

Mönchengladbach: Formschöne Gesellenstücke
André Halfes von der Firma Alfons Martz hat ein hängendes Flurmöbel in Räuchereiche und Lack in schnittiger Linienführung mit futuristischer Optik kreiert. FOTO: Hans-Peter Reichartz
Mönchengladbach. Im Foyer der Kreishandwerkerschaft feierte die Tischler-Innung die bestandenen Gesellenprüfungen. Geschäftsführer Stefan Bresser, selbst gelernter Tischlermeister, hob den Stellenwert des Handwerks hervor. Von Angela Wilms-Adrians

Traditionell bietet die Stadtsparkasse Quartier für die Abschlussfeier der Gesellenprüfung der Tischler-Innung. Daran soll sich eigentlich nichts ändern. Doch dieses Mal wurde im Foyer der Kreishandwerkerschaft gefeiert. Denn im Sparkassengebäude wird gearbeitet - von Handwerkern.

Stefan Bresser bot diese Besonderheit eine Steilvorlage, um den Stellenwert des Handwerks allgemein zu betonen. Als erster offizieller Gratulant bescheinigte der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Mönchengladbach den Gesellinnen und Gesellen: "Sie haben herausragende Leistungen gezeigt - und einen tollen Beruf. Sie haben ein duales Ausbildungssystem durchlaufen, das dem akademischen in nichts nachsteht".

Von Hause aus selber Tischlermeister, hob Stefan Bresser eine Besonderheit der Tischler-Innung hervor: das Gesellenstück. Zur Ausstellung zusammengetragen, gaben die Abschlussarbeiten der 20 Absolventen beredtes Zeugnis über deren Können. Bei der Verabschiedung wurde Malte Henssen als Innungsbester des Sommers 2017 ausgezeichnet. André Halfes und Anna-Lena Viebahn erhielten das zweit- beziehungsweise drittbeste Zeugnis.

Die drei besten Gesellenstücke wurden mit dem Sonderpreis "Gute Form" bedacht. Die Jury bildeten Sparkassendirektor Antonius Bergmann, Johannes Jansen, Freimeister Gesellschaft für Objekt und Raumgestaltung, und Stephan Schild, Regionalgeschäftsführer der IKK classic.

Sie bewerteten nach zeitgemäßer Formgebung, Gestaltung und Ausführung. Der erste Preis ging an André Halfes, der ein hängendes Flurmöbel in Räuchereiche und Lack in schnittiger Linienführung mit futuristischer Optik kreiert und ausgeführt hat. Halfes will nun Holzdesign in Verbindung mit dem Meisterbreif studieren. Er hat bereits ein kleines Gewerbe angemeldet, um ein wenig die Selbstständigkeit zu üben.

Malte Henssens Sideboard in Eiche und Stahl erhielt den zweiten Preis. "Der minimalistischen Form sollte etwas Wildes gegenübergestellt werden", sagte Henssen über Kombination und Verarbeitung der Materialien. Der dritte Preis ging an Florian Meliß für ein Doppelbett im geradlinigen Entwurf.

Quelle: RP
 
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