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Mönchengladbach
Friedrichplatz wird zum Open-air-Bistro

Mönchengladbach: Friedrichplatz wird zum Open-air-Bistro
Die alte "Schauburg" ist abgerissen worden. Auf der Brache soll ein Wohnhaus errichtet werden. Die Wohnungen im Vorderhaus sind belegt, der Gastraum nicht. FOTO: Isabella Raupold
Mönchengladbach. Ein Café sucht noch einen Pächter, ein anderes wird demnächst gebaut. Der endlich fertiggestellte Friedrichplatz bekommt ein lebendiges Drumherum. Die Straßen und Plätze rund ums Minto sind dabei, ihre Attraktivität zu steigern. Von Inge Schnettler

In den Schaufenstern des ehemaligen Damenoberbekleidungs-Geschäfts Fröhls hat der Investor seine Pläne geklebt. Das eingeschossige alte Haus wird in Kürze abgerissen. Statt dessen wird an dieser markanten Stelle des Friedrichplatzes ein viergeschossiges Cityhaus entstehen - mit einem Bistro plus Außenterrasse im Erdgeschoss, zwei Büroetagen und einem Penthouse mit zwei Wohnungen darüber. Investor ist Georg Walendy, Geschäftsführer von Alberto-Hosen. Er plant ein hochwertiges Stadthaus.

"Wir hätten schon weiter sein können", sagt er. "Aber es gab Probleme mit der Zahl der geforderten Stellplätze." Da sei jetzt eine Lösung in Sicht. "Der Bauantrag liegt der Stadt bereits vor." Walendy rechnet im Oktober mit der Baugenehmigung, "dann werden wir noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten beginnen." Wer das Bistro führen wird, ist noch nicht endgültig klar. "Mir schwebt eine Kombination aus Bistro und Konditorei vor", sagt der Investor. "Ich möchte, dass der neue Friedrichplatz den ganzen Tag belebt ist."

Das wird auch das Ansinnen des Investors sein, der das alte Kino Schauburg mit dem Vordergebäude am Friedrichplatz gekauft hat. Das Kino ist vor einiger Zeit abgerissen worden, an seiner Stelle soll ein Wohnhaus errichtet werden. Im Vorderhaus sind die beiden Wohnungen vermietet, die Gastronomie im Erdgeschoss steht noch leer. "Wir hatten uns die Vermietung des Bistros leichter vorgestellt", sagt Investor Alexander Herzog. Mit mehreren Interessenten seien Gespräche geführt worden. Bisher ohne Erfolg. Die Unterlagen für den Bauantrag für den Neubau lägen vor. "Wir hoffen, dass die Baugenehmigung bald erteilt wird."

Alexander Herzog erhofft sich von dem Neubau schräg gegenüber eine ganze Menge. "Das Bistro dort wird den Platz auf jeden Fall beleben." Möglicherweise wird diese Belebung auch ihm einen Gastronomen bescheren, der die ehemalige Pommesbude in ein ansprechendes Café mit Außengastronomie verwandeln wird.

Der Platz mitten in der Stadt ist in diesem Jahr endlich fertiggestellt worden. Nach vielen ärgerlichen Verzögerungen wurden die Pläne Wirklichkeit, die Johannes Jansen von den Freimeistern bereits Ende 2012 vorgelegt hatte. Und obwohl diese damals sehr zufrieden von der Politik aufgenommen und zügig abgesegnet und von der Verwaltung auf den Weg gebracht worden waren, wurde der Platz erst jetzt fertig. Und der Brunnen sprudelt nach langen Trockenstand wieder. Auf ihn laufen dunkle Streifen in der Platzpflasterung sternförmig zu. Der Brunnen ist der Mittelpunkt des Platzes - wie es sich gehört.

Zu wünschen wären noch ein paar mehr Sitzgelegenheiten, bitteschön.

Quelle: RP
 
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