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Mönchengladbach
Frischer Gründergeist auf dem Campus

Mönchengladbach: Frischer Gründergeist auf dem Campus
Delia Großmann und Jan Niclas Müller holten mit dem Team Cakerella den ersten Platz. FOTO: Isabella Raupold
Mönchengladbach. Die Hochschule war Plattform für die erste Gladbacher "Pitch-Party". Im Wettstreit präsentierten vier Teams ihre Geschäftsideen für Start-ups. Dabei überzeugten zwei Hochschulabsolventen - mit Backboxen für Motiv-Torten. Von Angela Wilms-Adrians

Nicht Feierlaune, sondern temporeicher Wettbewerb und Unternehmergeist gaben den Takt zur ersten "Pitch-Party" in Mönchengladbach vor. Vier Teams präsentierten im Z-Gebäude der Hochschule Niederrhein ihre Geschäftsideen, um zunächst einmal ihr Publikum und darüber hinaus eventuell Sponsoren für Geld, Sachwerte und Netzwerke zu gewinnen. Jeder Pitcher hatte genau sieben Minuten Zeit, Idee, Konzept und Pläne zur Finanzierung vorzustellen. Im Gegenzug konnten die Besucher ebenso lange Fragen stellen. Am Ende ermittelten sie den Sieger über ein Online-Voting.

Als "Pitch" wird eine Präsentation bezeichnet, mit der man sich um einen Auftrag bemüht. Christian Weiss von der Kanzlei Steuerwerk und Stefanie Kutsch von der Hochschule hatten den Abend mit Information, Wettkampf und Netzwerkarbeit organisiert. Initiator war der Verein Next MG, der Hochschule, Stadtsparkasse und NEW als Unterstützer gewonnen hatte. Vorsitzender Mark Nierwetberg erklärte das Anliegen des vor einem halben Jahr gegründeten Vereins: "Die Digitalisierung kommt, und wir wollen Mönchengladbach dabei begleiten. Wir wollen Expertisen nutzbar machen und die Stadt attraktiver für Gründer und Start-ups machen." Den Besuchern versprach Nierwetberg einen Wettstreit mit den "Best of 12": Die Teams Okiko, AniBuddy, Ridock und Cakerella hatten sich in einer Vorrunde unter zwölf Mitbewerbern durchgesetzt.

In der Podiumsdiskussion mit Vertretern der Hauptsponsoren NEW, Stadtsparkasse und Hochschule führte Nierwetberg zum Thema. Frank Kindervatter erklärte für die NEW, dass die Branche wegen der Liberalisierung des Marktes für Anbieter Innovation braucht. Er versprach: "Die NEW wird richtig gute Ideen unterstützen, damit diese in Schwung geraten können." "Die Stadtsparkasse ist ihrem Selbstverständnis nach als Ansprechpartner für Gründer unterwegs", sagte deren Vertreter Ralf Grewe. Businesspläne sollten überzeugend und authentisch vorgestellt werden, empfahl er den Gründern von heute und morgen. Hochschulprofessor Berthold Stegemerten fügte hinzu: "Unternehmerisches Handeln ist wichtig. Das Ganze darf nicht mit der Idee aufhören." Er verwies auf Module und Lehrveranstaltungen an der Hochschule zu den Themenbereichen Existenzgründung und Start-up.

Vor dem Auftritt der Pitcher erinnerte Lorenz Gräf von "Startplatz" an das Zeitlimit: "Wenn die sieben Minuten um sind, ist Schluss, egal, ob noch etwas Wichtiges zu sagen wäre oder nicht. So ist das Leben in der Start-up-Welt". Nach Losverfahren startete das Team Okiko mit der Idee eines kindgerechten und über Filter mehrfach gesicherten Online-Bezahlsystems für die "Digital Natives", also diejenigen Menschen, die bereits in der digitalen Welt sozialisiert worden sind. Das reichte am Ende für Platz zwei. Platz drei ging an Ridock, ebenfalls eine Online-Plattform, die ausschließlich für Unternehmen gedacht ist und als Handelsplatz für überschüssige Ware dienen soll. Platz vier ging an Anibuddy, ein Lebensdatenmessgerät für Hunde, das dem Besitzer über eine App permanent die Aktivitäten und gesundheitlichen Zustand des Hundes meldet. Den ersten Platz sicherte sich das Team Cakerella mit Jan Niclas Müller und Delia Großmann, beide Absolventen der Hochschule. Sie punkteten mit Backboxen für Motiv-Torten, deren Zutaten mitsamt Anleitung und Video nach Hause geschickt werden. Damit sicherten sie sich die Teilnahme am Finale mit allen Gewinnern aus Düsseldorf, Köln und Gladbach. Termin: Donnerstag, 22. Juni, am Flughafen Düsseldorf.

Quelle: RP
 
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