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Mönchengladbach
Fröhls ist weg - das Stadthaus kommt

Mönchengladbach. Ein Bauzaun sperrt das Abriss-Gelände an der Stirnseite des Friedrichplatzes ab. Nun ist der Bereich frei für das elegante Stadthaus, das Alberto-Geschäftsführer Georg Walendy und Architekt Fritz Otten errichten werden. Von Inge Schnettler

Zuerst hat es sich hingezogen wie Kaugummi. Und dann ging alles ganz schnell. Das eingeschossige alte Haus an der Stirnseite des Friedrichplatzes, in dem jahrelang das Oberbekleidungsgeschäft Fröhls residierte, ist weg. Abgerissen, fort. Und keiner wird ernsthaft behaupten, dass es fehlt. Zumal an dieser markanten Stelle ein neues, wirklich schönes Stadthaus gebaut wird. Der Geschäftsführer des Mönchengladbacher Unternehmens Alberto, Georg Walendy, betätigt sich als Investor und lässt ein viergeschossiges, sehr elegantes Gebäude errichten.

Im Erdgeschoss wird es ein Bistro geben, in den drei Etagen darüber Wohnungen und Büros. "Derzeit sind wir dabei, Sicherungsmaßnahmen am Nebengebäude durchzuführen, weil wir unseren Neubau unterkellern werden", sagt Fritz Otten. Der Architekt geht davon aus, dass nach den Erd- und Kellerarbeiten im März mit dem Hochbau begonnen werden kann. "Ich gehe von einer Bauzeit von höchstens zehn bis zwölf Monaten aus", sagt Fritz Otten. Wer das Bistro mit Außengastronomie betreiben wird, steht noch nicht fest. "Aber man darf sicher davon ausgehen, dass Herr Walendy bei seiner Wahl auf höchste Qualität achten wird."

Im vergangenen Jahr war - nach endlosen Verzögerungen - endlich die Platzgestaltung nach Plänen von Freimeister Johannes Jansen in Angriff genommen worden. Sein Entwurf war von der Politik immerhin bereits Ende 2012 gutgeheißen und beschlossen worden. Die Bäume, die im vergangenen Jahr gepflanzt wurden, sehen im Moment noch ein bisschen mickrig aus. Sie werden aber eine breite lichte Krone ausbilden und so dem Platz eine frische grüne Fassung verleihen, außerdem wurden (wenige) Sitzmöglichkeiten geschaffen, moderne Leuchten aufgestellt, außerdem Fahrradständer, Poller und Abfallbehälter. Kostenpunkt: 20 000 Euro.

Der Neubau wird die Attraktivität des umgestalteten Friedrichplatzes erheblich steigern. Das ist auch das erklärte Ziel von Investor Georg Walendy, der mit der Außengastronomie des Bistros dafür sorgen möchte, dass der zentrale Platz ein lebendiger Treffpunkt wird. "Wir würden uns wünschen, dass der Investor, der das alte Schauburg-Kino mit dem dazugehörigen Wohnhaus gekauft hat, die Arbeit wieder aufnehmen würde", sagt Fritz Otten. Das Abbruchunternehmen Herzog hatte das Areal mit den Immobilien gekauft, den Kinotrakt abreißen lassen und das Wohnhaus saniert, neu gestrichen und mit neuen Fenstern versehen. Das Ladenlokal im Erdgeschoss steht allerdings immer noch leer, und die große Fläche, auf der früher das Kino stand, ist eine eingezäunte Brache - nach wie vor. Investor Alexander Herzog war gestern für eine Auskunft nicht zu erreichen.

Quelle: RP
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