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Mönchengladbach
Früherer Mercedes-Chef Quast ist tot

Mönchengladbach. Jeweils drei Jahrzehnte verbrachte Hans-Ludwig Quast in Hannover und Gladbach. Dazwischen gab es Stationen in Stuttgart, Kassel und Köln. In Gladbach kannte man Quast vor allem als Direktor der Niederlassung Mönchengladbach/Krefeld von Daimler-Benz oder Mercedes Benz - beide Firmennamen gab es in der Stadt einst. 1983 begann er seine Arbeit. 180 Mitarbeiter gab es da am Standort. Unter seiner Regie entstand das Verkaufsgebäude an der Krefelder Straße, die Zahl der Angestellten wurde fast verdoppelt. Die Erfolge in Gladbach führte Quast auch auf geschicktes Marketing und Sponsoring zurück. Profitiert haben davon viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Das setzte sich auch nach der Pensionierung fort. Da engagierte er sich im Verein Sport für betagte Bürger. Dort war er drei Jahre lang Vorsitzender und baute für fünf Millionen Euro in Rheydt ein Haus für betreutes Wohnen.

Der Sohn eines Fleischermeisters aus Hannover wusste früh, dass Autos sein Ding sind. Sein Weg führte zum Unternehmen mit dem Stern. 41 Jahre blieb er dort, durchlief verschiedene Bereiche vom technischen Lehrling bis zum Niederlassungsleiter. Er habe sich nie beworben, sondern sei immer in neue Positionen berufen worden, sagte er einst. Nach einer Herzerkrankung endete seine Laufbahn 1993. In der Rente engagierte er sich als Berater, tat, was ihm Spaß machte. Oldtimer-Fans kennen ihn als Gründer der Rallye "2000 Kilometer durch Deutschland". Nun starb Hans-Ludwig Quast mit 82 Jahren.

(cli)
 
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