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Mönchengladbach
Für drei Projekte fehlt Geld: Ihre Zukunft ist noch unsicher

Mönchengladbach. Bildungsfuchs, interkulturelle Familienbibliothek und Jugendbildungscafé sind derzeit nur bis Ende des Jahres finanziert. Von Dieter Weber

Die Bezirksvertretung Süd hat vollzogen, was die RP bereits berichtet hat: Das Stadtkassenportal wird an der Ecke Odenkirchener Straße/Moses-Stern-Straße aufgestellt. Damit endet eine jahrelange Suche nach einem neuen Standort. Das Stadtkassenportal musste 2009 seinen vorherigen Platz am Treppenturm des Verwaltungsgebäudes räumen, weil es die Sichtachsen des neu gestalteten Platzes störte. Bezirksvorsteherin Barbara Gersmann freut sich über den neuen Standort: "An diesem Platz wird das Stadtkassenportal wieder deutlich sichtbar sein für alle Rheydter." Nach dem Alufanten ist nun auch das Stadtkassenportal zurück im Stadtbild.

Unklar ist noch, wie die Zukunft von zwei Projekten der Sozialen Stadt Rheydt aussehen werden. Von den einst 13 sind noch fünf übrig geblieben. Und bis jetzt scheint auch nur die Finanzierung von drei Sozialprojekten gesichert zu sein: Das Quartiersmanagement läuft weiter, weil es dafür Zuschüsse aus Fördertöpfen gibt.

Die Interkulturelle Familienbibliothek mit ihren speziellen Öffnungszeiten an Sonntagen steht auf der Wunschliste der politischen Mehrheit ganz oben: Sie hat es bei den Haushaltsberatungen in der Hand, dafür zu sorgen, dass dieses Projekt mit Stadtgeld weitergeführt werden kann.

Und das Projekt Bildungsfuchs, das Sprachförderung in Grundschulen für Kinder mit Migrationshintergrund oder bei Sprachschwierigkeiten zum Ziel hat, ist dank der Wilberz-Stiftung gerettet. Nachdem sie die Aufgabe 2012 und 2013 mit jeweils 15 000 Euro unterstützt hat, gibt die Stiftung jetzt nochmals 40 000 Euro. Dies ist vor dem Hintergrund, dass die Zahl der Kinder, die mit keinen oder geringen deutschen Sprachkenntnissen an die Schulen kommen, deutlich gestiegen ist, eine wichtige Hilfe.

Bei zwei weiteren Projekten ist noch unklar, was daraus wird. Unbestritten ist, dass sie wichtig und möglichst fortgeführt werden sollen. Doch Geld aus irgendwelchen Fördertöpfen gibt es für das Jugendbildungscafé und die Bildungspaten über 2015 hinaus nicht mehr. Für beide Initiativen werden insgesamt 80 000 Euro benötigt. Auch bei ihnen müssen die Ratspolitiker entscheiden, ob sie über 2015 hinaus Geld zur Verfügung stellen.

Bei allem Lob für die Umgestaltung, die mit den Fördermitteln aus dem Großprojekt Soziale Stadt Rheydt möglich wurde, gibt es vereinzelt Kritik. Die Grünen monierten den Zustand des Tellmann-Platzes.

Denn bei der Materialwahl gibt es sichtbare Diskrepanzen zwischen alten und neuen Elementen. Und statt eines Rasens ist nur eine braune Erdfläche zu sehen. Warum das so ist? Der Grund ist simpel: Die Rasensamen sind bei einem Wolkenbruch weggeschwemmt worden. Jetzt wird nachgesät.

Quelle: RP
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