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Mönchengladbach
FWG: Oberem gibt Amt ab, Püllen rückt auf

Mönchengladbach: FWG: Oberem gibt Amt ab, Püllen rückt auf
"Wenn man nicht einmal für einen Dreifachmord lebenslänglich bekommt - wofür denn dann?", fragt der Mönchengladbacher Ratsherr Bernd Püllen. Er überlebte den Amoklauf. FOTO: FWG
Mönchengladbach. Dass Erich Oberem (71), Gründer der Freien Wählergemeinschaft, ins zweite Glied zurücktreten wollte, war seit längerem klar. Damit, dass er schon zum 1. April den Fraktionsvorsitz abgibt, überraschte er gestern Abend allerdings sogar die eigenen Leute. Sie wählten einstimmig Bernd Püllen (51), den bisherigen Vize, zum neuen Vorsitzenden. Von Ralf Jüngermann

Er wird die FWG ab sofort auch im Hauptausschuss vertreten. Damit setzt die Wählergemeinschaft ihren Verjüngungsprozess fort. "Und das ist nur ein weiterer Zwischenschritt", kündigte Oberem gegenüber der RP an. Er will noch vor Ablauf der Ratsperiode im Jahr 2014 sein Ratsmandat aufgeben – und hofft, dass es ihm seine älteren Parteifreunde mit Sitz in Rat, Ausschüssen oder Bezirksvertretungen gleich tun.

Für Oberem ist klar: "Die Jüngeren können das, in manchem Punkt bestimmt sogar besser als wir." Die Kontinuität in der politischen Arbeit sei gewährleistet, weil alle Nachrückenden seit langem eingebunden gewesen seien. Die Partei brauche keine inhaltliche Neuausrichtung, sagt denn auch der neu gewählte Fraktionsvorsitzende. Die FWG werde weiterhin die Entwicklungen in der Stadt kritisch begleiten. "Wir ergreifen die Initiative, wo es nötig ist. Wir sind aber keine notorischen Nein-Sager. Gute Ideen haben keine politischen Grenzen", so Bernd Püllen zur RP. Die Freie Wählergemeinschaft habe den Vorteil, weder auf Lobbyisten noch auf Pöstchenjäger in den eigenen Reihen Rücksicht nehmen zu müssen. "Unser einziges Interesse ist das Vorankommen der Gesamtstadt", so Püllen.

Den Verjüngungsprozess hatte die FWG bereits vor der Kommunalwahl eingeläutet. Das vergleichsweise schlechte Wahlergebnis hatte den Plan, schon jetzt jüngere Mitglieder in der Ratsfraktion zu haben, zunichte gemacht. "Wir hätten uns den Prozess fließender gewünscht. Jetzt wird es eher Brüche geben. Am Ergebnis ändert das aber nichts", so Oberem.

Quelle: RP
 
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