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Mönchengladbach
Ganz großes Programmkino

Mönchengladbach: Ganz großes Programmkino
Die Kooperation zwischen der Volkshochschule und dem Comet-Cine-Center trägt Früchte. Die Macher, (v.l.) Barbara Volkwein, Frank Janssen, Frank Füser, Markus Brinkmann und Thomas Erler, stellten gestern das Programm für das erste Halbjahr 2018 vor. FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. Aktuelle Filme und Dokumentationen: Im Januar starten Volkshochschule und Comet-Cine-Center ein neues Angebot. Jeden zweiten Montag im Monat können Cineasten hochkarätige Streifen sehen. Los geht's mit "Leanders letzte Reise". Von Inge Schnettler

Frank Füser lebt und arbeitet seit 22 Jahren in Mönchengladbach. Er habe sich in der ganzen Zeit kulturell gut aufgehoben gefühlt, sagt der Fachbereichsleiter Weiterbildung und Musik an der Volkshochschule. Aber eines habe er die ganze Zeit vermisst - ein Programmkino. "Um gewisse Filme zu sehen, bin ich bisher nach Düsseldorf oder Köln gefahren." Das muss er jetzt nicht mehr. Er und die begeisterten Cineasten der Stadt bekommen jetzt ihr eigenes Programmkino.

Wie es dazu kam? Das gemeinsame Projekt "Movies in Concert" von Musikschule und Comet-Cine-Center hat die "Macher" zusammengebracht. In der Folge setzten sie sich zusammen: Frank Janssen, Betreiber des Kinos, und Markus Brinkmann, der für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, auf der einen Seite und der Chef der Volkshochschule, Thomas Erler, Barbara Volkwein und Frank Füser auf der anderen. Und dann ging es ganz schnell. "Die Zusammenarbeit war ausgesprochen unkompliziert und angenehm", sagt Frank Füser. Im Januar geht es los. Jeden zweiten Montag im Monat werden neue, anspruchsvolle Filme gezeigt. "Keine ollen Kamellen", sagt Barbara Volkwein, Programmbereichsleiterin für Kulturelle Bildung. "Wir holen Filme, die ansonsten ganz sicher an Mönchengladbach vorbeigehen würden."

"Leanders letzte Reise" macht am 8. Januar den Anfang. Der Film erzählt, wie der 92-jährige Eduard Leander (Jürgen Prochnow) sich nach dem Tod seiner Ehefrau zu einer Reise in seine Vergangenheit aufmacht, auf der Suche nach seiner großen Liebe. Seine Enkelin Adele (Petra Schmidt-Schaller) begleitet ihn mehr oder minder gezwungenermaßen. Es geht in die Ukraine, wo heute wie damals die politischen Konflikte das Leben der Menschen beeinflussen. Neben diesen Konflikt kommen familiäre sowie persönliche Konflikte hinzu, die aber nicht ohne Humor ausgetragen werden.

Aber auch das restliche Programm kann sich sehen lassen. Barbara Volkwein hat schon beim Anschauen der Trailer Tränen vergossen. "Das sind so rührende, so wunderschöne Erzählfilme und Dokumentationen", sagt sie. Etwa der Februar-Film "Als Paul übers Meer kam". Filmemacher Jakob Preuss lernt zufällig Paul aus Kamerun kennen. Der floh in der Hoffnung auf ein besseres Leben durch die Sahara und mit einem Schlauchboot nach Europa. Die Hälfte der Passagiere kommt um, Paul überlebt. Später kreuzen sich Pauls und Jakobs Wege immer wieder. "Die Geschichte nimmt eine völlig unerwartete Wendung", sagt Barbara Volkwein. Welche? Das verrät sie natürlich nicht.

Kinochef Frank Janssen freut sich, dass das neue Angebot nun starten kann. "Wir haben ein typisches Popcorn-Kino, das immerhin unter den Top 40 in Deutschland rangiert", sagt er. 400.000 Besucher zählt das Comet-Cine-Center pro Jahr. Das Programmkino wird die Zahl womöglich erhöhen.

Das Programm dafür steht bis einschließlich Juni. Im März ist der Film "Maleika", den "Gepardenmann" Matto Barfuss gedreht hat. Er begleitete die Gepardin Maleika bei der Aufzucht ihrer sechs Jungen. "Wunder" ist im April zu sehen - mit Julia Roberts und Owen Wilson. Vom Mai-Film "Unsere Erde 2" gibt es noch keinen Trailer, er kommt erst im Januar heraus. Im Juni läuft "Gauguin", ein Film über das Leben des Malers Paul Gauguin.

Die Filme laufen jeweils am zweiten Montag des Monats um 20 Uhr. Karten zu 7 und 9 Euro gibt es im Kino und auf www.comet-cine-center.de.

Quelle: RP
 
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