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Mönchengladbach
Gedenkfeier für verstorbene Kinder im Elisabeth-Krankenhaus

Mönchengladbach: Gedenkfeier für verstorbene Kinder im Elisabeth-Krankenhaus
Hebamme Brigitte Hülden, Sr. Angie, Sr. Antonia, Sr. Marion, Gunnar Schwennicke, Pfarrer Peter Brischke und Sr. Silke. FOTO: Isabella Raupold
Mönchengladbach. Die Trauer um ein verstorbenes Kind begleitet die Eltern oft bis ans Ende des Lebens. Wenn die Umwelt längst der Meinung ist, es sei Zeit, zum Alltag zurückzukehren, spüren die Eltern weiterhin den Schmerz und den Verlust, haben aber niemanden, mit dem sie darüber reden können. Um der Trauer einen Ort und eine Zeit zu geben, werden verwaiste Eltern jedes Jahr am Ewigkeitssonntag zu einer Gedenkfeier für verstorbene Kinder in die Kapelle des Elisabeth-Krankenhauses in Rheydt eingeladen. "Für viele Eltern ist es sehr wichtig, diese Stunde zur Erinnerung an das verstorbene Kind zu haben", sagt Schwester Antonia Schniedewindt, die die Gedenkfeier mit ihren Kolleginnen seit Jahren organisiert. Von Angela Rietdorf

Die Feier ist überkonfessionell, wird aber von den Krankenhausseelsorgern ebenso begleitet wie von Mitarbeitern der Kinderintensivstation und der Geburtsklinik des Krankenhauses. Für die Eltern ist es häufig sehr berührend, die Menschen wieder zu treffen, die sie und ihr Kind in den schweren Stunden begleitet haben. "Sie müssen uns nicht erklären, warum sie trauern", sagt Gunnar Schwennicke, der leitende Oberarzt der Geburtsklinik, "und sie merken, dass ihr Verlust auch uns traurig macht."

Besonders schwer ist es für Mütter und Väter von stillgeborenen Kindern. Sie bleiben mit ihrer Trauer oft ganz allein. Erst die Geburt und das Baby mache Menschen in der Wahrnehmung von außen zu Eltern, weiß Schwennicke. Wenn das Kind zu früh oder tot geboren wird, begreift die Umwelt das Ausmaß und die Dauer der Trauer teilweise gar nicht. Auch hier kann eine Gedenkfeier tröstlich sein. In der Geburtsklinik wird heute darauf hingewirkt, dass die Eltern auch von früh- und stillgeborenen Kindern angemessen Abschied nehmen können. Es werden kleine Kleidungsstücke für die Frühchen bereit gehalten, die der Verein Sternenkinder spendet. So werden sie ihren Müttern und Vätern in den Arm gegeben. "Väter trauern oft anders und verspätet", sagt Pfarrer Peter Brischke. "Aber es ist für die eigene Trauer wichtig, das Kind einmal in den Arm genommen zu haben."

Die Gedenkfeier findet am Sonntag, 26. November, 15 Uhr, statt. Persönlich eingeladen wurden Eltern, deren Verlust bis zu fünf Jahre zurückliegt, aber auch alle anderen Eltern, Großeltern und Geschwister sind herzlich eingeladen und willkommen. Eine Anmeldung ist nötig.

Quelle: RP
 
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