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Mönchengladbach
Geneicken will ruhiger werden

Mönchengladbach: Geneicken will ruhiger werden
Der Maarplatz in Geneicken: Dort haben die Anwohner bereits eine Menge umgesetzt, die Straße wurde auch schon verkehrsberuhigt. FOTO: A. Gruhn
Mönchengladbach. Die Bürger der Honschaft wollen ihren Ort attraktiver machen und bitten dafür um die Hilfe der Verwaltung. Von Andreas Gruhn

Der Rasen auf dem Maarplatz ist akkurat gestutzt. Laub flattert über den Bouleplatz, den die Bürgerinitiative Geneicken selbst angelegt hat. Als Wolfgang Dammers seine Stimme erhebt und verkündet, dass die Anwohner von Geneicken doch etwas frustriert sind, fährt gerade ein Auto vorbei. "Wir warten schon lange, dass sich etwas tut", sagt Dammers, der sich mit seinen Mitstreitern einen gut zweistündigen Rundgang durch die Honschaft vorgenommen hat und unterwegs Mitarbeitern aus der Verwaltung und Politikern zeigen will, was sich die Bürger für ihren Stadtteil, in dem historische und schiefe Fachwerkhäuser neben Industriebetrieben stehen, gerne wünschen. "Geneicken soll ein liebenswertes Quartier werden, wo man gerne hinzieht. Und wir wollen es aufpeppen", sagt Dammers.

Ihn und seine Nachbarn stören deshalb vor allem die Autos, die über Dohler Straße und Geneickener Straße in Richtung Düsseldorfer Straße fahren. In den vergangenen 15 Jahren ist die Straße zwar verkehrsberuhigt worden, aber hier und da müsse man doch mit kleineren Maßnahmen nachbessern, finden die Geneickener. Bezirksvorsteherin Barbara Gersmann (SPD) und Vertreter von Ordnungsamt, Stadtplanung und Politik ließen sich die wunden Punkte im Ortsbild ausführlich zeigen.

Wolfgang Dammers (2.v.l.) von der Bürgerinitiative erklärt Mitarbeitern der Stadt die Ideen. FOTO: Andreas Gruhn

Konkret soll etwa die Kreuzung Schlossstraße/Maarstraße durch zusätzliche Parkflächen und Blumenkübel verengt werden. Auf der Dohler Straße soll zwischen Bonnenbroicher Straße und und Breite Straße Tempo 30 gelten im Bereich der dortigen Kitas. Am Platz Düsseldorfer Straße / Geneickener Straße sollen ein Tempo-50-Schild entfernt und eine kaputte Leitbake ersetzt werden. Der Bezirksbeamte Fred Sczesny bestätigt, dass es sich dort zwar nicht um einen Unfallschwerpunkt handele, allerdings stellt die Polizei dort häufige Unfallfluchten fest - von Fahrern nämlich, die die Leitbake anfahren.

Außerdem sollen an der Welfenstraße ein Halteverbot vor der Bewegungskita Zwergenburg eingerichtet und am Kreisverkehr Ritterstraße / Fahrbahnschwellen aufgebracht werden, damit der Innenkreis nicht befahren werden kann. "Das alles wären kurzfristig umzusetzende Maßnahmen, die die Verwaltung ohne politische Beschlüsse umsetzen könnte", sagt Gersmann - wenn sie denn die Ideen für genausogut hält, wie die Bürger das tun.

Komplizierter wird es bei anderen Wünschen, weil dort auch die Polizei mitreden muss: etwa Fahrbahnschwellen an der Salierstraße, um den Ausgang des Kinderspielplatzes sicherer zu machen. Und um die Einbahnstraßenregelung der Sonnenstraße aufzuheben (dort wäre auch ein Beschluss der Bezirksvertretung notwendig). Oder aber eine Neuordnung der Parksituation an der Geneickener Straße, wo es oft eng wird. Das wäre aber auch nicht ohne Folgen für die Anwohner: "Wir haben ja jetzt schon zu wenig Parkplätze", klagte eine Anwohnerin.

Quelle: RP
 
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