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Mönchengladbach
Gewoge erwirtschaftete 2015 eine Million Euro Jahresüberschuss

Mönchengladbach. Die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft von 1897 (Gewoge) hat das Geschäftsjahr 2015 mit einem Überschuss von 1,025 Millionen Euro abgeschlossen. Das entsprach einem Plus von 20,64 Prozent gegenüber 2014. Wie Vorstandsvorsitzender Thomas Körfges jetzt bei der Jahreshauptversammlung sagte, sei dies - angesichts von Neubauleistungen in Höhe von drei Millionen sowie Aufwendungen in den Wohnungsbestand von 1,3 Millionen - ein "hervorragendes wirtschaftliches Ergebnis". Mit einer Eigenkapitalquote von 54,25 Prozent befinde sich die Gewoge im Branchenvergleich vergleichbarer Unternehmen in NRW in einer Spitzenposition.

Aufgrund günstiger Rahmenbedingungen und auch bedingt durch das genossenschaftliche Geschäftsmodell sei man im Jahresverlauf von größeren Leerständen verschont worden. Bei einem Bestand von 1079 Wohneinheiten, einer Fluktuationsrate von 11,58 Prozent (entspricht 125 Wohnungswechseln) und einer durchschnittlichen Sollmiete von 5,28 Euro pro Quadratmeter "haben wir für Mönchengladbach sicherlich einen wohnungswirtschaftlichen Spitzenwert", führte Körfges weiter aus. Am Bilanzstichtag habe die Leerstandsquote nur 0,37 Prozent betragen.

Was die Neubauaktivitäten angeht, lag der Fokus weiterhin auf der 2013 begonnenen Klimaschutzsiedlung im Bereich Klagenfurter Straße/Am Steinberg. Insgesamt entstehen hier in fünf Bauabschnitten 90 Wohneinheiten. Am 1. Juli 2015 konnten die ersten 26 Wohnungen - plus 26 Tiefgaragenstellplätze - an die neuen Genossenschaftsmieter übergeben werden. Auch der zweite Bauabschnitt, ein zehn Einheiten umfassendes Teilprojekt, wurde pünktlich zum 1. April 2016 fertiggestellt und übergeben. Der dritte Abschnitt - 13 Einheiten und 27 Stellplätze - soll im Sommer 2017 fertig sein, der vierte wird dieses Jahr planerisch umgesetzt und soll Anfang 2017 auf die Baustelle gehen.

Des Weiteren ist ein acht Wohneinheiten umfassendes Objekt an der Gingterstraße in Holt im Bau, das im Sommer 2017 fertig werden soll. In Planung ist ein sechs Einheiten umfassendes Projekt an der Adolf-Kolping-Straße in Windberg. "Hier wollen wir im Spätsommer oder Frühherbst auf die Baustelle", teilte Körfges weiter mit.

In Sachen Modernisierung und Sanierung lag der Fokus 2015 auf dem Althausbestand in Windberg. Dieses Jahr wird die größte Sanierungsmaßnahme des zehn Häuser umfassenden Objekts Franz-Hitze-Straße 40-58 abgeschlossen. Hier wurden über drei Bauabschnitte hinweg 3,3 Millionen Euro verbaut, unter anderem für ein neues Dach, neue Fenster, ein Wärmedämmverbundsystem und einen Balkonanbau. Weitere Maßnahmen für die Kärntner Straße seien in Planung. Immer wichtiger werde der Abbau von Barrieren - so soll noch 2016 eine Rampe ans Objekt Roermonder Straße 326 angebaut werden.

Die Genossenschaft verfügt über rund 1,1 Millionen Euro gezeichnetes Geschäftsguthaben; beschlossen wurde eine Bruttodividende von rund 45.000 Euro, was der laut Satzung maximal auszuschüttenden Dividende von vier Prozent auf die eingezahlten Anteile entspricht.

(tler)
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