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Mönchengladbach
Giftköder nach Blaualgen - alles nur Gerüchte

Mönchengladbach. Kaum haben sich im Internet verbreitete Meldungen über verendete Hunde am Schloss Rheydt als Fälschung ("Fake") herausgestellt, tauchen neue dubiose Warnungen auf. Dieses Mal sind es Schilder, die in Neuwerk im Bereich der Straße Fahres hängen sollen. "Vorsicht! Gefahr für Hunde. In diesem Bereich wurden präparierte Giftköder gefunden", steht dort unter anderem zu lesen. Man solle die Warnung an andere Hundebesitzer weitergeben und bei verdächtigen Beobachtungen Polizei oder Ordnungsamt informieren.

Genau das hat derjenige, der die Schilder aufgehängt hat, aber offensichtlich nicht getan. Denn bei Polizei und Ordnungsamt weiß man nichts von Giftködern. "Weder bei uns noch bei der Polizei sind irgendwelche Hinweise auf Gift eingegangen - und das seit Monaten nicht", sagt Stadtsprecher Dirk Rütten. Und: "Sollte der Verfasser des Schildes tatsächlich einen Giftköder gefunden haben, ist er zumindest seinem eigenen Ratschlag, die Behörden einzuschalten, nicht gefolgt." In den vergangenen Tagen hatte ein Internet-Posting über Blaualgen im Gewässer am Schloss Rheydt für Panik unter Hundebesitzern gesorgt.

Dort wurde behauptet, dass aktuell vier Hunde an den Blaualgen gestorben seien. Laut der Stadt Mönchengladbach, die den Fall mit der Umweltbehörde, dem Veterinäramt und der Mags untersucht hatte, waren jedoch keinerlei Todesfälle dieser Art bei Hunden bekannt. Auch in mehreren Tierarztpraxen, mit denen unsere Redaktion gesprochen hatte, kannte man solche Todesfälle nicht.

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