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Mönchengladbach
Gladbach hat seine ersten Boule-Meister

Mönchengladbach: Gladbach hat seine ersten Boule-Meister
Am Wochenende fand die erste offizielle Stadtmeisterschaft im Boule in Mönchengladbach statt, zudem gab es einen "Boule-Aktionstag". FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. Die erste offizielle Stadtmeisterschaft und ein Aktionstag lockten am Wochenende Aktive und Interessierte an die Boule-Bahnen. Denn die Sportart wird immer beliebter am linken Niederrhein. Von Sebastian Eussem

Als Norbert Koch mit seinem Auto am Boule-Gelände des Grenzlandstadions vorfährt, ist dies symbolisch zu verstehen: Denn auch dank ihm ist der Boule-Sport längst in Mönchengladbach angekommen. Am Samstag entfaltete sich die traditionelle Sportart aus dem Süden Frankreichs in gleich zwei eingebetteten Veranstaltungen.

Denn zum einen fand die erste offizielle Stadtmeisterschaft in Mönchengladbach statt, bei der 18 Zweier-Teams (Doublette) um den ersten Stadttitel kämpften. Der Ausrichter der Titelkämpfe war die neu gegründete Boule-Abteilung der DJK SF 08 Rheydt. Teams aus Bonn, Aachen und Venlo nahmen ebenfalls teil. Gespielt wurde im so genannten Schweizer System. Selbiges garantiert allen Mannschaften unabhängig vom Abschneiden Spielpraxis bis zum Ende des Turniers, so dass die Mannschaften, anders als beim K. O.-System, sich nicht mit dem Ausscheiden auf den Heimweg machen müssen.

"Dieser Modus unterstreicht den geselligen Charakter dieses Sports", sagt Hartmut Funken. Wenn man im Kontext des Boule-Sports über das Thema Geselligkeit spricht, kommt man an ihm nicht vorbei. Einst selbst Kugel-Werfer, hat sich Funke in seinem Pavillion hinter der Bahn prächtig eingerichtet. Er betreibt in Brüggen ein Fachgeschäft, in dem es alles gibt, was man zum Ausüben des Sports benötigt. Wettkampf-Kugeln in sämtlichen Formen und Größen, die "Schweinchen", die kleinen Kugeln, die es anzuvisieren gilt, und allerlei Zubehör.

Interessiert schaut sich Karla Sachtleben am Stand um. Sie erwirbt ein Schweinchen mit aufgedrucktem Smiley, dazu ein Zählwerk, in dem der aktuelle Spielstand eingetragen wird. "Bei engen Spielen ist Kontrolle besser als das Gedächtnis", sagt sie lachend. Sie betreibt den Sport seit gut einem Jahr. "Beim Boule kann ich absolut abschalten. Man ist an der freien Luft und hat viel Austausch mit anderen Spielern. Das gefällt mir."

Interessierte hatten im Rahmen des städtischen Wettkampfes am "Boule-Aktionstag" die Möglichkeit, das Spiel kennenzulernen und sich selbst an den Kugeln zu versuchen. Hier kommt der eingangs erwähnte Norbert Koch ins Spiel. Er ist ein wahrer Motor, wenn es darum geht, für den Sport zu werben und ihn bekannter zu machen. Der Bildungsreferent des Landesverbandes hat bereits zahlreiche Aktionstage organisiert. Zudem produzierte er auf der Video-Plattform Youtube Filme zu Regelwerk und Außenwirkung des Sports.

"An der Faszination Boule kommt man nicht vorbei", sagt er. Seine Motivation: "Jeder muss die Sportart finden, die zu seinem Leben passt. Mein Ziel ist es, meine Leidenschaft für den Sport weiterzugeben." Auch will er älteren Menschen den Sport näherbringen und diese für den Sport aktivieren. "Auch im hohen Alter kann man noch Boule spielen. Unglaublich viel hängt von der Auge-Hand-Koordination ab. Diese haben viele ehemalige Sportler verinnerlicht."

Und so wurde am Samstag geworfen, gemessen, gesprochen und gelacht. Boule ist ein Sport, bei dem es um Genauigkeit und Konzentration, aber auch um Wohlfühlen und Entspannen geht. Am Ende des Tages steigt auch Norbert Koch in seinen Wagen und verlässt das Grenzlandstadion. Sein Sport wird wohl noch lange in Mönchengladbach bleiben.

Quelle: RP
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