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Mönchengladbach
Gladbacher Bank behauptet sich in schwierigen Zeiten

Mönchengladbach. "Ein wieder vergleichbar sehr ordentliches Ergebnis", präsentierte Vorstandssprecher Hans-Peter Ulepic gestern bei der Hauptversammlung der Gladbacher Bank den Aktionären. Und in der abwägenden, fast diplomatischen Beurteilung kommt der Zwiespalt eines für viele Banken besonders herausfordernden Jahres gut zur Geltung. Das Betriebsergebnis ist von 1,63 Prozent im Jahr 2013 und 1,4 Prozent 2014 auf nun 1,2 Prozent weiter gesunken. Die Tendenz wird sich fortsetzen. Für das laufende Jahr rechnet der Vorstand mit 1,11 Prozent. Allerdings wäre dieser Wert am Ende des Jahres immer noch ein außergewöhnlich guter in der deutschen Bankenlandschaft. Im Schnitt sind für die Gruppe der Genossenschaftsbanken für 2016 nur noch 0,81 Prozent Betriebsergebnis prognostiziert. Die 25 erfolgreichsten Banken der Gruppen sollen auf voraussichtlich 1,03 Prozent kommen. Von Ralf Jüngermann

Auch die Gladbacher Bank leidet also unter der europäischen Zinspolitik, die ein wesentliches Geschäftsmodell der Banken torpediert, genauso wie unter der wachsenden Regulierung, "die Ressourcen verschlingt", wie der Aufsichtsratsvorsitzende Ludwig Quacken sagte. Sie leider aber deutlich weniger als andere Banken. Denn das ist die andere Seite der Medaille: Die Baufinanzierung ist auf Rekordhoch. "Wir sind in diesem Segment die Nummer 1 in der Stadt", so Ulepic. Auch das betreute Kundenvolumen ist noch einmal um 2,45 Prozent gestiegen und liegt jetzt jenseits der Drei-Milliarden-Euro-Grenze. Darum gab es auch in diesem Jahr für die Aktionäre die fast schon gewohnte Dividende von 14 Euro (diesmal allerdings aufgeteilt in 12 Euro plus 2 Euro Bonus). Und auch ins Eigenkapital wandert wieder ein markanter Teil des Ergebnisses.

Die mögliche Fusion mit der Volksbank, die bei der letzten Hauptversammlung diskutiert worden war, ist indes vom Tisch. Offizielles gab es dazu gestern bei der Versammlung von Vorstand und Aufsichtsrat nicht.

Quelle: RP
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